Outdoor-Survival: Wie du dich mit einer Bärenglocke vor ungewollten Begegnungen schützt!

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Grundsätzlich sind Bären friedliche Tiere. Trotzdem sollte man es nicht auf eine Begegnung ankommen lassen. Schließlich sind sie deutlich stärker und sogar schneller als Menschen. Wer also eine Reise in die Wälder von Kanada oder Rumänien plant, sollte sich eine Bärenglocke zulegen.

Wie dieses günstige Gadget funktioniert, wie man sich im Ernstfall gegen einen Bären verteidigen kann und noch einiges mehr, verraten wir dir in diesem Ratgeber.

Was ist eine Bärenglocke?

Jeder weiß was eine Glocke ist. Doch was sich genau hinter dem Begriff Bärenglocke verbirgt, wissen nur echte Outdoor Fans. Manch einer unter uns mag noch die Kuhglocke kennen, deren Funktion allerdings nur recht wenig mit diesem Tool zu tun hat.

Aber warum braucht man denn jetzt eine Bärenglocke? Der Krach dieser Erfindung sorgt dafür, dass uns Bären oder andere Tiere bereits aus einiger Entfernung wahrnehmen und so das Weite suchen.

Damit wir die Glocke nicht ständig selbst aktivieren müssen, hängen wir uns diese ans Gepäck oder alternativ an den Gürtel. So wird bei jeder Bewegung ein lautes Klingeln ausgelöst. Möchte man die Gefahr eines Bärenangriffs mindern, ist dieses billige Gadget genau das Richtige für einen.

Grundsätzlich eignet sich so eine Bärenglocke nicht nur zur Abwehr von Begegnungen mit Bären. Man kann mit diesem praktischen Tool jede Art von Tier vorwarnen. Wer zum Beispiel Angst vor einem Zusammentreffen mit einem Wildschwein hat, sollte sich ebenfalls dieses kleine Gadget anschaffen.

Warum ist eine Bärenabwehrglocke sinnvoll?

Bären sind nicht nur schnell und stark. Sogar klettern können sie. Außerdem kann eine Begegnung schnell blutig enden. Daher sollte man ein Zusammentreffen so gut es geht vermeiden. Zwar kann man sich im Ernstfall auch mithilfe eines Bärensprays schützen, aber soweit sollte man es nicht kommen lassen.

Schließlich kann uns ein Bär jederzeit als Gefahr einstufen oder als Beute wahrnehmen. Zudem hassen Bären nichts mehr als Überraschungen. Darum sorgen wir mit der Bärenglocke für ordentlichen Lärm, damit es erst gar nicht zu einer ungemütlichen und für uns gefährlichen Situation kommt.

Gut zu wissen:
Damit du dich bei einem Bärenangriff verteidigen kannst, solltest du dir Bärensprays genauer ansehen. Hierbei handelt es sich meist um größere Pfeffersprays samt Strahl.

Damit schießt du eine Ladung auf die Lefzen und Augen des Bären. In der Regel sollte dieser dann das Weite suchen oder du hast zumindest Zeit, um dich in Sicherheit zu bringen. Als Alternative zu den Sprays bieten sich auf Pfefferpistolen an.

Wie viel kostet so eine Glocke?

Wie wir bereits angerissen haben, ist dieses kleine Tool nicht besonders teuer. Das Gegenteil ist sogar der Fall. Die meisten Produkte kosten zwischen 5 und 10 Euro. Im Verhältnis zur Schutzwirkung als ein wahres Schnäppchen. Hieran sollte es beim nächsten Outdoor-Urlaub also nicht scheitern.

Zumal so eine Glocke auch nicht viel Platz im Gepäck beansprucht. Auch das Gewicht merken erfahrene Backpacker nicht. Daher gilt hier: Wenn du eine Reise in ein Bärenareal planst, dann hole dir zum Schutz deines Lebens eine Bärenglocke. Alles andere wäre eine fatale Entscheidung.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

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Zum Glück gibt es hier gar nicht so viele Dinge, die unsere Aufmerksamkeit beim Kauf erfordern. Auf ein paar grundlegende Aspekte sollte man aber schon achten. Welche das sind, erfährst du nun.

Karabiner oder lieber Klettverschluss?

Das Hauptaugenmerk bei den Produktdetails solltest du auf die Befestigungsmöglichkeit legen. Empfehlenswert sind große Karabiner, damit du die Bärenglocke problemlos an der Gürtelschlaufe oder deinem Rucksack befestigen kann.

Von reinen Kletterschlusslösungen halten wir nichts. Zu groß ist die Gefahr, dass sich dieser unter Umständen öffnet. Man denke nur an das viele Gestrüpp im Wald und einen sich daran verhakenden und öffnenden Klettverschluss.

Das wäre fatal. Ohne Klingeln verscheucht man nämlich keine Bären. Und oft bemerkt man das Fehlen zu spät oder findet die Bärenglocke nicht mehr in den Untiefen der Flora. Daher lieber etwas mehr Geld ausgeben und ein Produkt mit Karabiner kaufen.

Manchmal ist auch Ruhe angesagt:

Nicht immer braucht man das laute Bimmeln der Glocke. Damit man nicht jedes Mal das Gadget sicher im Gepäck verstauen muss, empfehlen sich Modelle mit Netzbeutel und kleinem Magneten.

So kann die Bärenglocke bei Bedarf schnell „stillgelegt“ werden. Alternativ reicht auch ein integriertes Bändchen samt Magneten, um die Glocke vorübergehend zu deaktivieren.

Wo bekommt man überhaupt so eine Bärenglocke?

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Die Auswahl an Modellen ist genauso überschaubar, wie die möglichen Bezugsquellen. Möchte man seine Bärenabwehrglocke direkt vor Ort kaufen, wird es schwierig einen passenden Händler zu finden. Manch breit aufgestellte Outdoorläden haben zumindest 1 Produkt auf Lager.

Da es solch große Läden nur in den größeren Städten gibt, werden die Meisten auf das Internet zurückgreifen müssen. Hier ist die Vielzahl an Glocken zur Bärenabwehr größer. Man findet dieses Produkt nicht nur in speziellen Online-Shops. Auch der Versandriese Amazon sowie die bekannte Auktionsplattform Ebay führen einige passende Produkte.

Der Vorteil bei diesen Händlern sind die Produktbewertungen. So kann man sich schnell einen Überblick über die Vor- als auch Nachteile verschaffen. Gerade bei diesem Nischenprodukt ein wichtiger Faktor bei der Kaufentscheidung.

Sind noch weitere Verwendungen möglich?

So eine Bärenglocke kann auch ganz einfach zweckentfremden. So gibt es die unterschiedlichsten und kreativsten Möglichkeiten. Die besten stellen wir dir zum Abschluss dieses Artikels noch vor:

Auch als Dauerklingel für Mountainbiker empfiehlt sich dieses Tool. So muss man nicht ständig die Klingel bei Wanderern aktivieren. Man hat also eine ständig bimmelnde Fahrradklingel. Cool, oder?

Eine weitere Verwendungsmöglichkeit wäre als Ortungsgerät für den Hund. Wer kein teures Halsband mit GPS-Funktion kaufen möchte, kann auch einfach dem Glockengeräusch folgen, wenn der Hund sich los gerissen hat.

Bestimmt gibt es noch weitere Verwendungsmöglichkeiten. Aber diese würden den Rahmen dieses Ratgebers auf jeden Fall sprengen. Daher wollen wir es bei diesen 2 Extra-Tipps belassen.

Unser Fazit:

Möchte man eine Reise in ein Bärengebiet unternehmen, sollte man sich definitiv dieses kleine Gadget holen. So wird man bereits vielen unangenehmen Situationen mit Bären aus dem Weg gehen können.

Und sollte es doch mal zum Bärenangriff kommen, nutzt man eben noch das passende Abwehrspray. Hat man beides im Reisegepäck, kann man deinen Trip durch die Wälder entspannt genießen.

Über Fabian Wüst, Coach & Berufswaffenträger 81 Artikel
Er ist erfolgreicher Trainer in Sachen Selbstverteidigung und sammelte wichtige Erfahrungen als Geldtransporterfahrer, Bahnschutzmitarbeiter und Objektschützer für das Militär. Auf dieser Webseite teilt er sein erlangtes Know How mit dir. Sein Motto lautet: Schütze Dich und Deine Liebsten.