Ist ein Baseballschläger im Auto legal?

Baseballschläger im Auto erlaubt

Im Folgenden handelt es sich um keine Rechtsberatung. Wer auf der Suche danach ist, sucht bitte den Anwalt seines Vertrauens auf. Wir liefern im Folgenden lediglich ein paar Denkanstöße ohne Gewähr für deren Richtigkeit.

Immer wieder kontaktieren uns Leser mit der Frage, ob man einen Baseballschläger legal im Auto transportieren darf. Natürlich ist der Transport von Sportgeräten in Deutschland nicht verboten. Wer also den Baseballschläger samt Ausrüstung zur Sportstätte fährt, braucht sich vor einer Polizeikontrolle nicht zu fürchten.

Dies gilt aber nicht, wenn man den Baseballschläger ohne Equipment griffbereit neben dem Fahrersitz liegen hat. Hier dürfen zurecht Zweifel an der Verwendung angebracht sein. Zudem braucht man sich über ein gründliches Durchsuchen des Autos seitens der Polizei nicht zu wundern. Schließlich wirkt der komplette Sachverhalt nun gänzlich anders.

Wer nun noch unüberlegte Aussagen zu Protokoll gibt, kann sich sprichwörtlich um Kopf und Kragen reden. Auch ein Modifizieren des Sportgeräts mit Stacheldraht, Nägeln oder einer Handschlaufe sollte man tunlichst überlassen. Um ein Sportgerät handelt es sich dann nicht mehr. In so einem Fall lässt sich dann eher von einer Hieb- und Stoßwaffe sprechen.

Gut zu wissen:
Schlagstöcke aller Art stellen keine Alternative dar. Sie müssen verschlossen im Auto transportiert werden. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob es ein Teleskopschlagstock oder ein Tonfa aus Holz ist. Zudem sollten sich die Schlagwaffen in einem stabilen Behältnis samt Schloss befinden.

Welche Waffen bieten sich zum Transport im Auto an?

Legale Waffen im Auto

Viele Pfeffersprays & Pfefferpistolen werden als Tierabwehrgeräte angeboten und fallen daher meist nicht unter das Waffengesetz (WaffG). Sie bieten sich aufgrund dessen als günstige und zuverlässigen Waffen an.

Schlagwaffen aller Art sind für Laien selten eine gute Wahl, um sich in einer Notsituation gegen einen Angreifer zu verteidigen. Häufig werden sie einem entrissen und dann gegen einen eingesetzt. Zudem ist der Einsatz von Schlagstöcken für Privatleute streng limitiert. Sinnvoller sind aufgrund dessen Schreckschusswaffen (Kleiner Waffenschein), handelsübliche Pfeffersprays sowie Pfefferpistolen.

Wer möchte, kann auch einen Kubotan am Schlüsselbund mitführen. All diese Waffen verbindet ein Aspekt. Man kann sie griffbereit am Körper tragen. Damit hat man sie in jeder Situation dabei und kann auf einen Angriff reagieren. Zudem muss man nicht erst zum Auto zurückgelangen oder unter dem Sitz herumkramen. Unsere Meinung nach sind diese Waffen die bessere Wahl als ein Baseballschläger im Auto.

Außerdem ist die Auswahl an legalen Selbstverteidigungswaffen wirklich sehr groß. Es gibt noch weit mehr sinnvolle Waffen. Da kann man schnell mal den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen. Allerdings muss man nicht zwingend eine Selbstschutzwaffe erwerben. Gerne vergessen wird nämlich der volle Kofferraum oder die seit Wochen nicht aufgeräumte Rückbank des eigenen Kfz.

So kann man sich in einer Notsituation auch mithilfe von Radkreuzen, Schaufeln, Spazierstöcken, Regenschirmen oder anderen Dingen verteidigen. Der Kreativität sind hier in einer ernsten Lage keinerlei Grenzen gesetzt. Selbst der gerade getätigte Einkauf kann zu Selbstverteidigungszwecken genutzt werden.

Und zur Not kann man immer noch mit dem Auto wegfahren. Was auch die Priorität Nr. 1 sein sollte. Auf keinen Fall darf man sich zum Aussteigen provozieren lassen. Wer sich nicht mit dem Auto aus dem Staub machen kann, sollte den Schutz des Blechs und Glases nutzen, um zumindest Hilfe zu holen. Erst dann sollte man über eine körperliche Form der Verteidigung nachdenken.

Gut zu wissen:
Es kommt in Deutschland eher selten zu Angriffen auf Fahrer von Kraftfahrzeugen. Auch ein Bestehlen der Insassen, beispielsweise beim Halten an einer roten Ampel, ist hierzulande die absolute Ausnahme. In den meisten brenzligen Lagen kann man einfach wegfahren oder das Auto zur Verteidigung nutzen.
Über Timo Meyer, Judoka (1. Dan) 30 Artikel
Er ist seit mehreren Jahren begeisterter Judoka und verfügt über ein breit gefächertes Fachwissen in Sachen Kampfkünste und Kampfsport. Als Experte schreibt er hier über alle möglichen Themen rund um Kampfsport. Sein Motto lautet: Man kann dir den Weg weisen, doch gehen musst du ihn selbst.