Brazilian Jiu Jitsu für Kinder – Das müssen Mamas & Papas wissen!

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Sobald man als Vater oder Mutter an Kampfsport denkt, hat man Schläge, Tritte und Verletzungen vor Augen. Daher sind viele Erwachsene der Meinung, dass Kampfsport nichts für Kinder oder Jugendliche ist. Dem ist aber nicht so. Gerade Brazilian Jiu Jitsu ist eine gute Wahl für Kinder. Schließlich sind hier Tritte und Schläge verboten.

Außerdem können sich die kleinen Rabauken im Training so richtig auspowern. Zudem lernen sie in der Kampfsportschule ihren Körper und ihre Kraft besser kennen. Aber auch Respekt ist beim BJJ ein wichtiger Bestandteil. Die Kinder lernen nicht, wie man sich auf dem Schulhof besser und effektiver prügelt. Das Gegenteil ist der Fall.

Die Kinder können die Techniken allerdings einsetzen, um sich in kritischen und gefährlichen Situationen angemessen zu verteidigen. Gerade dieser Aspekt macht Brazilian Jiu Jitsu so interessant. Die kleinen Racker lernen nämlich auf eine spielerische Art und Weise, wie man die eigene Gesundheit bei einem echten Angriff schützt.

BJJ für Kinder ist also eine vielseitige Sportart. Dem wollen wir mit diesem Guide auch gerecht werden. Daher gehen wir völlig neutral auf alle Vor- als auch Nachteile ein. Des Weiteren klären wir auch die Fragen, wie teuer das Vorhaben wird und was man als Eltern vor dem ersten Training wissen muss. Das Lesen dieses Ratgebers lohnt sich also auf alle Fälle.

Warum Brazilian Jiu Jitsu für Kinder eine gute Wahl ist:

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Wenn Jugendliche eine Kampfkunst ausüben, geht es dabei um weit mehr als nur um Ringen oder gar Raufen. Zwar ist dies ein großer Bestandteil, da man sich natürlich im sportlichen Duell messen möchte, aber das regelmäßige Training bringt noch weit mehr mit sich. So erlernen die Kinder wichtige Fähigkeiten, die ihnen noch im Erwachsenenalter hilfreich sein werden:

  • Selbstbewusstsein
  • Frustrationstoleranz
  • Disziplin
  • Körperbewusstsein
  • Respekt
  • Charakterbildung

Die Gesellschaft von heute wird immer moderner und gleichzeitig auch hektischer. Um hier erfolgreich bestehen zu können, braucht es die oben erwähnten Skills. Jedes Kind sollte diese von der Pike aus lernen, genau hierfür bietet sich Brazilian Jiu Jitsu an. Aber auch andere Kampfsportarten sind eine Option, wenn es keine passenden Angebote gibt.

Gerade Judo oder Karate sind sinnvolle Alternativen. Nicht zuletzt, da man in fast jeder Stadt einen passenden Verein findet. Dort können die Kinder günstig trainieren und der eigene Geldbeutel wird geschont. Aber keine Sorge, die Mitgliedsbeiträge und die Kosten für die Ausrüstung sprengen selbst das kleinste Budget nicht. So viel sei schon mal verraten.

Gut zu wissen:
Brazilian Jiu Jitsu lehrt nicht nur wichtige Grundsätze für das ganze Leben. Auch der Aspekt Selbstverteidigung wird immer wichtiger. Mit den effizienten Hebeltechniken und den richtigen Einsatz des Körpergewichts können sich selbst schmächtige Kinder gegen überlegene Angreifer durchsetzen. Dies und der gute Ausgleich zum alltäglichen Stress machen BJJ so interessant.

Wie hoch das Verletzungsrisiko ist:

Viele Mamas und Papas fragen sich berechtigterweise, ob es beim Brazilian Jiu Jitsu für Kinder zu schweren Verletzungen kommen kann. Aber keine Sorge, so etwas ist doch eher selten. Viel eher sollte man mit blauen Flecken und anderen kleinen Blessuren rechnen. Das Verletzungsrisiko ist aber nicht besonders hoch.

Wie bereits erwähnt gibt es hier keine Schläge oder gar Tritte. Daher braucht man sich hier nicht mehr Gedanken machen, wie beim Fußball oder Rad fahren auch. Passieren kann selbstverständlich immer etwas, aber das ist bei vielen anderen Sportarten auch der Fall. Verrückt machen sollte man sich nicht.

Ab welchem Alter sich der Einstieg lohnt:

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Bei Kampfkünsten hört man immer wieder den Leitsatz, dass man nie zu alt oder zu jung ist. Grundsätzlich gilt dabei natürlich, dass man lieber schon von klein auf mit dem Training beginnen sollte. Aufgrund dessen ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass es bereits in vielen Städten Kurse für Kinder ab einem Alter von 4 Jahren gibt.

Gerade in jungen Jahren werden nämlich die Grundsteine für den späteren Erfolg gelegt. Die ersten Prüfungen können daher in vielen Schulen und Vereinen im Alter von 4 bis 6 Jahren abgelegt werden. Die Schüler erlernen hierbei die ersten Grundlagen und entwickeln ein Gefühl für Körper, Motorik und Geist. Mehr dazu findest du in unserem Guide über Brazilian Jiu Jitsu Gürtel. Dort gehen wir intensiver auf die Gürtelprüfungen für die jungen Athleten ein.

Natürlich muss man nicht in solch jungen Jahren mit dem Training beginnen. Auch für ältere Kinder oder gar Jugendliche gibt es passende Gruppen, die auf die jeweiligen Fähigkeiten und Bedürfnisse zugeschnitten sind. Dabei wird darauf geachtet, dass die Intensität als auch die Trainingsformen kein Kind überfordern. Die Trainer sind für den Umgang mit Kindern und deren Sicht auf Brazilian Jiu Jitsu und Kampfkünste im Allgemeinen bestens geschult.

Gut zu wissen:
Der frühzeitige Einstieg in den Kampfsport ist immer eine sinnvolle Option. Allerdings sollte man das Kind zu Beginn nicht gleich mit dem Ablegen von Gürtelprüfungen überfordern. Erst nach einer kurzen Eingewöhnungszeit, sollte man das Thema angehen. Werden die Prüfungen dann erfolgreich gemeistert, haben die kleinen Sportler noch mehr Spaß am Brazilian Jiu Jitsu.

Wo dein Kind Brazilian Jiu Jitsu lernen kann:

Passende Kurse werden in vielen Städten von Kampfsportschulen als auch Vereinen angeboten. Auch selbstständige Trainer gibt es in vielen Großstädten. Manchmal veranstalten Sportlehrer nach dem regulären Unterricht BJJ-Kurse als für die Schüler ihres Jahrgangs.

Bevor man seinen Nachwuchs aber übereilt bei einem Anbieter anmeldet, sollte man sich gemeinsam mit dem Kind ein Training anschauen. Danach gilt es zu klären, ob die Motivation groß genug ist und welche Beweggründe das Kind zum Ausüben eines Kampfsports hat.

Zudem kann man sich bei einem Probetraining einen vernünftigen Überblick über die Qualität des Kurses, der Trainer und des Anbieters im Allgemeinen machen. Nicht selten lohnt sich ein Blick auf vorhandene Zertifikate und Qualitätssiegel.

Gut zu wissen:
Die meisten Schulen und Vereine veranstalten 1 bis 2 Trainingseinheiten pro Woche. In der Regel dauert so ein Training 45 bis 60 Minuten. Danach sind die Kinder meist vollkommen ausgepowert.

Wie teuer der Spaß wirklich ist:

Brazilian Jiu Jitsu für Kinder reißt definitiv kein Loch in die Haushaltskasse. Die Mitgliedschaft für ein Jahr im Verein kostet etwa 50 bis 150 Euro. Kampfsportschulen sind meist etwas teurer und veranschlagen 20 bis 40 Euro pro Monat. Daher lässt sich sagen, dass ein Verein die günstigere Wahl darstellt. Wenn jetzt noch mehrere Familienmitglieder im Verein trainieren, kann sich der Beitrag nochmals um Einiges verringern.

Gerne vergessen werden bei den Kosten die Gebühren für Prüfungen und die neuen Gürtel. Auch der Sprit sowie die Monatsfahrkarte werden gerne unter den Tisch fallen gelassen. Aber keine Sorge hier lauern keine versteckten und vielleicht noch großen Kosten.

Eine Gürtelprüfung samt neuen Gürtel bewegt sich in einem finanziellen Rahmen von 30 bis 40 Euro. Zum Glück gibt es solche großen Prüfungen, aber nur alle 6 bis 12 Monate. Häufig werden die kleineren Prüfungen innerhalb der Gürtelgruppen vom Trainer abgenommen. Dadurch entstehen maximal Ausgaben für den neuen Gürtel.

Gut zu wissen:
Neben den regelmäßig anfallen Geldbeträgen für die Mitgliedschaft im Verein oder die Abnahme von Prüfungen, sollte man noch mit Kosten für den BJJ-Anzug und anderes Trainingsequipment rechnen. Meist kostet so ein Anzug um die 40 Euro und besteht aus reiner Baumwolle. Oft braucht man noch Schuhe für den Toilettengang. Solche Hallenschuhe kosten etwa 30 Euro.
Über Timo Meyer, Judoka (1. Dan) 38 Artikel
Er ist seit mehreren Jahren begeisterter Judoka und verfügt über ein breit gefächertes Fachwissen in Sachen Kampfkünste und Kampfsport. Als Experte schreibt er hier über alle möglichen Themen rund um Kampfsport. Sein Motto lautet: Man kann dir den Weg weisen, doch gehen musst du ihn selbst.