3 Dirty Tricks bei der Selbstverteidigung mit denen der Angreifer eher nicht rechnet!

dirty-Verteidigungstechniken

Ein Angriff kommt häufig unvermittelt und macht einen nicht selten perplex. Dazu greifen einen Aggressoren meist in einem sehr verletzlichen Moment an. Schließlich sind die Erfolgssausichten genau jetzt am größten. All dies führt dazu, dass einem ein Großteil der Verteidigungstechniken nicht mehr einfallen oder bereits die reine Ausführung schwerfällt.

Genau hier setzt der kleine Ratgeber an. Im Folgenden stellen wir dir 3 einfache, aber hocheffiziente Tricks vor. Mit diesen kannst du dich auch dann noch angemessen verteidigen, wenn du im Eifer des Gefechts eine Gedankenblockade bekommst. Außerdem rechnen viele Angreifer nicht mit solchen „dreckigen“ Verteidigungstechniken.

Bissig muss man sein:

Viele Leute unterschätzen das Beißen oder halten gar es für unnütz. Das absolute Gegenteil ist der Fall. Häufig ist dieser Trick kampfentscheidend. Schließlich hat ein schmerzhafter Biss nicht nur eine stark psychologische Wirkung auf den Angreifer. Man ist nämlich dazu bereit sich bis aufs Blut zu verteidigen. Oft reicht dieser Gedankengang beim Gegenüber aus, um schnell das Weite zu suchen.

Außerdem kann ein Biss an der richtigen Körperstelle den Angreifer außer Gefecht setzen. Vielen von uns ist nämlich gar nicht bewusst, dass unsere Beißkraft auf dem gleichen Level von vielen Raubtieren liegt. Wir brauchen sie im Alltag aber kaum und wissen daher oft nicht, dass wir sie überhaupt haben.

Weiterhin rechnen viele Angreifer nicht mit Bissen als Verteidigungsform. Die Überraschung ist häufig groß. Dieser Moment kann genutzt werden, um weitere empfindliche Ziele am Körper zu bearbeiten. Es bieten sich hierfür die Augen oder auch Genitalien an. Aber auch der Unterleib ist ein großes und empfindliches Ziel, das als Anfängerfreundlich gilt.

Gut zu wissen:
Mir ist persönlich ein Fall bekannt, wo der Angreifer aufgrund einer Bissverletzung am Oberarm ermittelt werden konnte. Er ließ die entzündete Wunde im Krankenhaus behandeln und vergaß dabei völlig, dass solche ungewöhnlichen Verletzungen umfangreich dokumentiert werden. Für die Ermittler war es ein leichtes ihn zu finden.

Stechen bei der Selbstverteidigung:

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Der menschliche Körper ist weit widerstandsfähiger als die meisten von uns denken. Wir können in der Regel viel mehr einstecken als wir wirklich denken. Allerdings gibt es ein paar sehr verletzliche Körperbereiche, die den Kampf schnell beenden können. Beim sogenannten Stechen bearbeiten wir die Augen des Angreifers. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen Bodybuilder oder eine kleine Frau handelt.

Schließlich braucht jeder Mensch seine Augen, um erfolgreich zu kämpfen. Geht die Orientierung nach einer Attacke auf die Augen verloren, gelingen weder viele Schläge noch ist die Deckung vernünftig gegeben. Daher sollte man bei einer Umklammerung immer versuchen die Daumen fest in die Augen zu des Angreifers zu drücken. Nur die wenigsten von ihnen rechnen mit diesem dreckigen Kampftrick.

Meist lässt das Gegenüber binnen weniger Sekunden los. Entweder aufgrund der stark stechenden Schmerzen oder einer kampfunfähig machenden Augenverletzung. So oder so sollte man immer versuchen die Augen des Angreifers zu bearbeiten. Selbst schlecht ausgeführte Techniken mit wenig Kraft sind sehr effizient.

Gut zu wissen:
Ein Stechen in die Augen kann man sehr gut mit einem Kniestoß in die Genitalien kombinieren. Trifft man als Frau die Augen nicht, kann man immer noch versuchen mit den Fingernägeln das Gesicht zu zerkratzen. Auch diese Technik schreckt viele Angreifer ab und macht die Identifizierung im Nachhinein leicht.

Wenn man den Mund nicht mehr schließen kann:

Die Augen als Ziel haben wir bereits angesprochen. Nur wenige Zentimeter unterhalb gibt es ein weiteres Ziel, das man nicht gegen Gewalteinflüsse trainieren kann. Die Rede ist aber nicht von der Nase, sondern vom Unterkiefer. Er reagiert sehr empfindlich auf Schläge von der Seite oder von vorne.

Oft rutscht er dadurch aus seiner natürlichen Halterung oder bricht sogar. Beides führt zu starken Schmerzen. Schließlich funktioniert der Klappmechanismus nun nicht mehr. Man kann seinen Mund also nicht mehr geschlossen halten. Damit es aber so weit kommt, reichen einfache Schläge in der Regel nicht.

Auf die Hilfsmittel kommt es an:

Besser ist ein kräftiger Schwung von der Seite mit einem Rucksack oder der Handtasche. Alternativ tut es auch die Hammerfaust oder die Rückseite eines handelsüblichen Pfeffersprays als Kraftverstärker. Auch Schlagwaffen aller Art bieten sich an. Man sollte sich aber im Klaren sein, dass man hier in einer hochempfindlichen Gegend des menschlichen Körpers arbeitet.

Aufgrund dessen sollte man nur dann den Kiefer des Angreifers als Ziel wählen, wenn andere Techniken bereits erfolglos verpufft sind. Ebenfalls sinnvoll ist der Unterkiefer als Trefferfläche, sobald man selbst stark angeschlagen ist oder aus einem anderen Grund den Kampf rasch beenden muss. Treffer von der Seite zerstören die Struktur und lassen den Kiefer verschieben. Schläge direkt auf die Vorderseite können den Kiefer brechen.

Allerdings sind solche Schläge schwierig auszuführen und führen häufig zu Verletzungen an der eigenen Hand. Wir empfehlen daher immer die Zuhilfenahme von Behelfs- oder richtigen Schlagwaffen. Da die Verletzungsgefahr bei diesem Ziel sehr hoch ist, sollte der Unterkiefer wirklich nur dann anvisiert werden, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, den Angriff zu beenden.

Gut zu wissen:
Bist du kleiner als der Aggressor und kannst den Unterkiefer nicht erreichen, gibt es ein weiteres sehr effektives Ziel. Nämlich die Halsschlagader. Sie lässt sich ebenfalls sehr gut mit einer Hammerfaust oder einem Gegenstand bearbeiten. Allerdings sollte sie nur dann als Trefferfläche dienen, wenn es sprichwörtlich um Leben oder Tod geht. Schließlich können hier lang anhaltende Verletzungen mit Todesfolge entstehen.
Über Fabian Wüst, Coach & Berufswaffenträger 104 Artikel
Er ist erfolgreicher Trainer in Sachen Selbstverteidigung und sammelte wichtige Erfahrungen als Geldtransportfahrer, Bahnschutzmitarbeiter und Objektschützer für das Militär. Auf dieser Webseite teilt er sein erlangtes Know-how mit dir. Sein Motto lautet: Schütze dich und deine Liebsten!