Hundeabwehrspray: Verwendung, Kaufberatung und mögliche Alternativen

Hundeabwehrspray

Manche Hunde machen einem das Leben wirklich schwer. So kommt es nicht selten vor, dass Menschen beim Joggen, Radfahren und anderen sportlichen Aktivitäten durch aggressive Hunde gejagt werden. Dagegen gilt es sich zu schützen. Relativ einfach geht das mit einem Hundeabwehrspray.

Wie funktioniert so ein Hundeabwehrspray, wo liegt der Unterschied zu einem normalen Pfefferspray und wie wird es überhaupt richtig eingeesetzt? Die Antworten auf alle diese Fragen und noch einiges mehr, erfährst du in diesem Ratgeber.

Was ist ein Hundeabwehrspray?

Hundeabwehrsprays

Hierbei handelt es sich um ein spezielles Spray, das einen vor Angriffen durch aggressive Hunde schützt. Natürlich hilft so ein Spray auch gegen andere wild gewordene Tiere. Notfalls kann es sogar gegen zweibeinige Angreifer eingesetzt werden.

Im Gegensatz zu einem handelsüblichen Pfefferspray wird hier in der Regel auf den Wirkstoff CS gesetzt. Die klassichen Pfeffersprays hingegen beinhalten den Wirkstoff Capsaicid. Die Wirkungsweise ist aber ähnlich. Aus diesem Grund können auch Pfeffersprays zur Tierabwehr benutzt werden.

Die durchschnittliche Reichweite eines Hundeabwehrsprays beträgt 3 bis 5 Meter. Benutzt werden kann so ein Hundeabwehrspray mehrmals. Die normale Füllmenge beträgt ca. 50 ml und reicht daher sogar für mehrere Einsätze.

Empfehlenswert ist es aber, das Spray nach einmaligen Gebrauch gegen ein neues Modell auszutauschen. Denn sicher ist sicher. Schließlich geht der interne Druck nach einem einmaligen Gebrauch herunter oder verschwindet unter Umständen gar völlig.

Und nichts wäre schlimmer als ein Hundeabwehrspray, das bei einer erneuten Attacke nicht funktioniert. Daher sollte man zum Wohle seiner eigenen Gesundheit den Preis für ein neues Sparay nicht scheuen.

Wie wird ein Hundeabwehrspray benutzt?

Selbstverteidigung-gegen-Hund

Die Verwendung ist relativ einfach. Hat sich der Hund zu einem Angriff entschlossen, sollte man zunächst ruhig stehen bleiben. Dann zieht man das Hundeabwehrspray und versucht gezielt die Augen, Nase und Lefzen zu treffen. Hat alles geklappt, sollte der Hund jaulend das Weite suchen.

Wichtiger Hinweis:
Triffst du mit dem Spray lediglich das Fell, führt dies meist zu keinerlei Wirkung. Aus diesem Grund muss deine oberste Priorität auf einem Treffer im Gesichtsbereich des Hundes liegen.

Erfolgreiche Hundeabwehr, beginnt vor dem Einsatz eines Sprays:

Bevor es allerdings soweit kommt, dass die Benutzung eines Hundeabwehrsprays den letzten Ausweg darstellt, sollte man sich einmal unseren passenden Guide zu dieser Thematik durchlesen: Selbstverteidigung gegen aggressive Hunde.

Dort erfährst du wie duch in einer solchen Situation verhalten solltest, warum Hunde überhaupt zum Angriff übergehen und warum Kommunikation der Schlüssel zum Erfolg ist. Und letzteres ist der entscheidende Punkt.

Hundeabwehrspray kaufen – Worauf du achten solltest:

Beim Kauf eines Hundeabwehrsprays musst du nicht auf allzu viele Punkte Acht geben. Möchtest du dein Spray nicht in der Hosenasche mit dir herum tragen, sondern lieber am Gürtel befestigen, dann empfiehlt sich ein stabiler Metall-Clip.

Gute Hundeabwehrsprays sind zudem mit einem Panikverschluss ausgestattet. Dieser schützt vor dem versehentlichem Auslösen des Hundeabwehrsprays. Gerade beim Transport in der Handtasche ist diese Funktion besonders praktisch.

Zu guter Letzt solltest du noch einen Blick auf die Produktbewertungen werfen. Ebenso schadet es nicht, sich in Foren nach Erfahrungsberichten umzusehen. Auch das Lesen von Testberichten ist eine gute Möglichkeit, um sich näher über ein bestimmtes Produkt zu informieren.

Gut zu wissen:
Erwerben lassen sich die verschiedensten Abwehrsprays in Waffengeschäften oder auch Outdoor-Shops. Während hier zwar eine gewisse Beratung erwartet werden kann, ist die Auswahl dafür aber meistens sehr überschaubar.

Aus diesem Grund lohnt ein Blick in die vielen Online-Shops. Selbst Amazon bietet inzwischen eine Vielzahl an passenden Produkten an. Zudem ist der Preis hier besonders attraktiv.

Gibt es Alternativen?

Man muss nicht zwangsläufig ein teures Hundeabwehrspray benutzen. Normale Pfeffersprays sowie handelsübliche Pfefferpistolen schützen einem genau so gut bei einem Hundeangriff.

Wir empfehlen sogar den Einsatz einer Pfefferpistole, da die Reichweite in der Regel besser ist und das Zielen unserer Meinung nach besser geht. Gerade Pistolen mit Lasermarkierung machen einem das Zielen bei einem Hundeangriff besonders leicht.

Möchtest du dich noch intensiver mit den am Markt verfügbaren Tierabwehrgeräten auseinander setzen, solltest du dir das folgende Video genauer ansehen. Dort werden nämlich nicht nur Hundeabwehrsprays, sondern auch Pfeffersprays sowie Pfefferpistolen vorgestellt.

YouTube

Mit dem Laden des Videos aktzeptierst du die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Unser Fazit:

Zum Glück trifft man nur selten auf aggressive Hunde, die einem ans Leder wollen. Daher sollte man sich vor einem Hundeangriff oder gar der Verteidigung mithilfe eines Hundeabwehrsprays nicht verrückt machen lassen. Schließlich helfen die kleinen Sprays recht gut gegen wild gewordene Vierbeiner.

Über Fabian Wüst, Coach & Berufswaffenträger 51 Artikel
Er ist erfolgreicher Trainer in Sachen Selbstverteidigung und sammelte wichtige Erfahrungen als Geldtransporterfahrer, Bahnschutzmitarbeiter und Objektschützer für das Militär. Auf dieser Webseite teilt er sein erlangtes Know How mit dir. Sein Motto lautet: Schütze Dich und Deine Liebsten.