Selbstverteidigung beim Joggen: Nicht nur für Frauen ein Top-Thema

Selbstverteidigung-Joggen

In den letzten Jahren und ganz speziell in den letzten Monaten sind die gewalttätigen Übergriffe auf Frauen und Männer beim Joggen geradezu explodiert. Nicht immer sind es Vergewaltigungen oder Grapscher, die für Ärger sorgen.

Oft kommt es in letzter Zeit zu sehr brutalen Raubüberfällen. Daher steigt die Angst beim Laufen ungemein. Im Folgenden erkläre ich dir, wie du dich mit einfachen Mitteln und Methoden schützen kannst und sicher nach Hause kommst. Selbstverteidigung beim Joggen ist einfacher, als du vielleicht denkst.

Licht ist dein Freund bei der Joggen-Selbstverteidigung:

Es ist sicherlich kein Geheimnis, dass viele Verbrechen im Schutz der Dunkelheit stattfinden. Aus diesem Grund ist eine vernünftige Beleuchtung bei der Joggen-Selbstverteidigung Pflicht.

Damit gemeint ist aber nicht, dass du einfach eine Stirnlampe aufsetzt und durch den nächsten Wald joggst. Stattdessen solltest du immer beleuchtete Wege und Straßen als Route nehmen.

Am besten noch Abschnitte mit regem Publikumsverkehr. Nichts hassen Straftäter mehr als bei einer Tat durch Zeugen gesehen zu werden.

Außerdem kannst du in einer brenzligen Situation gezielt Fußgänger ansprechen, die dir konkret helfen können oder zumindest die Polizei anrufen. Wo wir auch schon beim zweiten Tipp dieser Reihe wären.

Lass das Handy nicht zuhause:

Heutzutage ist ein Smartphone aus dem normalen Alltag gar nicht wegzudenken. Aber gerade beim Joggen lassen es viele zu Hause. Ein folgenschweres Vergehen.

Natürlich sind viele Handys groß und beim Joggen daher auch unbequem zu tragen. Abhilfe kann hier ein kleines Tastenhandy schaffen, welches man schon für kleines Geld bekommt. Versehentliche Stürze überleben diese auch besser.

Solltest du stattdessen einfach keine Tasche haben, schaffen Armgurte für den Oberarm Abhilfe. Hier behindert einen das Smartphone nicht und lässt sich zudem noch leicht bedienen.

Denke daran bei der Joggen-Selbstverteidigung immer ein Handy dabei zu haben. Nur so kannst du im Notfall Hilfe holen!

Zu zweit macht alles mehr Spaß:

Ich empfehle immer wieder das Anschließen an eine Läufergruppe. Das steigert nicht nur den Spaß am Hobby, sondern erhöht die objektive Sicherheitslage genauso wie die Subjektive.

Solltest es bei dir keine Jogging-Runde geben oder du möchtest einfach deine Ruhe beim Laufen haben, solltest du immer jemanden informieren, wenn du mit deiner Runde startest.

Und denke daran, wenn du länger brauchst deine Liebsten zu informieren. Schließlich soll sich ja keiner Sorgen machen oder gleich einen Suchtrupp los schicken.

Selbstverteidigung beim Joggen: Immer die Umgebung im Auge haben

Ein großer Fehler bei der Joggen-Selbstverteidigung ist die Vernachlässigung des direkten Umfelds. Du solltest immer auf deine Umgebung achten, um eine unsichere Atmosphäre direkt zu erkennen.

Des Weiteren empfiehlt es sich auch, keine Musik via MP3-PLAYER zu hören. Wenn es unbedingt sein muss, dann zumindest leise genug um Umgebungsgeräusche noch wahrnehmen zu können. Nur so kannst du von Angriffen nicht überrascht werden.

Denke an Selbstverteidigungs-Gadgets

Taschenalarm
Schrillalarm für die waffenlose Selbstverteidigung

Manch einer braucht ein Pfefferspray beim Joggen für das gute Gefühl, ein anderer schwört auf einen Schrillalarm. Der nächste wiederum hat seinen Kubotan immer am Mann. Welches Gadget du hier bevorzugst, ist ganz dir überlassen.

Denke nur immer daran, dass du auch regelmäßig mit deiner Selbstverteidigungswaffe üben musst. Nicht, dass im Fall der Fälle alles schiefläuft.

Solltest du dich mit solchen Dingen noch gar nicht beschäftigt haben, sind folgende Fragen für die Auswahl interessant:

  • Wie viel Geld möchte ich ausgeben?
  • Was kann ich beim Joggen mitnehmen?
  • Übe ich später regelmäßig mit meiner Selbstverteidigungs-Waffe?

Gut zu wissen:

Grundsätzlich empfehlen sich bei der Joggen-Selbstverteidigung kleine Pfeffersprays oder Taschenalarme am meisten. Sprays können gegen mehrere Angreifer eingesetzt werden, sind einfach in der Handhabung und Taschenalarme schrecken ordentlich ab.

Zudem muss man beiden Gadgets nicht regelmäßig trainieren und kann bei der Sprayanwendung einen guten Abstand zum Angreifer wahren.

Der Ernstfall tritt ein – Was tun?

Mann hat sich gut vorbereitet, alle hier niedergeschriebenen Tipps beherzigt und dann kommt es zum Tag X. Die Knie sind weich, der Angstpegel steigt sekündlich. Doch jetzt gilt es einen ruhigen Kopf zu bewahren.

Alle Versuche die Situation zu deeskalieren sind gescheitert, der Angriff steht unmittelbar bevor oder ist gar schon im vollen Gange. Nun musst du gutes Reaktionsvermögen beweisen.

Nimm dein Abwehrmittel zur Hand, nimm eine stabile Position ein und zeige deinem Gegner mithilfe von Körpersprache, dass du zu allen Verteidigungsschritten bereit bist. Reagiere auf seine Angriffe besonnen, sieh dich nach Leuten um und bitte sie um Hilfe.

Versuche deinen Gegner zu verwirren und nutze jede Chance um davonzurennen. Flucht ist für Ungeübte wie dich immer die beste Methode. Kämpfen kannst du auch noch, wenn er dich einholen sollte.

Vielleicht gelingt es dir auf der Flucht die Polizei zu rufen oder irgendwo Unterschlupf zu finden. Konzentriere dich hierbei darauf belebte Orte aufzusuchen. Dann sollte dein Angreifer von dir ablassen.

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Das Fazit zur Selbstverteidigung beim Joggen

Wer die aufgeführten Tipps beherzigt, sollte die Gefahr eines Angriffs beim Joggen ungemein minimieren. Da man nie wissen kann, was passiert, sollte man stets ein Abwehrmittel dabei haben und ein paar Grundlagen der Joggen-Selbstverteidigung beherrschen.

Rund um Selbstverteidigung, ob mit oder ohne Waffen findest du hier eine Vielzahl an Tipps & Tricks. Scheue dich daher nicht ein bisschen zu stöbern. Im Ernstfall wirst du alles an Wissen brauchen um deine Gesundheit zu schützen.

Über Fabian Wüst, Coach & Berufswaffenträger 81 Artikel
Er ist erfolgreicher Trainer in Sachen Selbstverteidigung und sammelte wichtige Erfahrungen als Geldtransporterfahrer, Bahnschutzmitarbeiter und Objektschützer für das Militär. Auf dieser Webseite teilt er sein erlangtes Know How mit dir. Sein Motto lautet: Schütze Dich und Deine Liebsten.