Kampfsport für Frauen – 10 Stile für dich im Vergleich!

Kampfsport für Frauen

Kampfsportarten werden bei Frauen immer beliebter. Vielen fällt es aber schwer einen passenden Stil zu finden. Gerade als Einsteigerin verliert man bei der Fülle an Sportarten schnell den Überblick. Hier sorgen wir mit unserem Artikel über Kampfsport für Frauen für Abhilfe.

Anhand der jeweiligen Trainingsschwerpunkte, haben wir eine umfangreiche Liste an Kampfsportarten erstellt, die sich optimal für Frauen eignen. Dabei unterscheiden wir Stile mit Schwerpunkt sportlicher Betätigung, Selbstverteidigung und richtigen Kämpfen. Außerdem stellen wir einen Stil zur Stärkung von Geist und Gesundheit vor.

Für die ganz Ungeduldigen unter euch gibt es gleich zu Beginn unsere Empfehlungen:

  • Tae Bo (Aerobic & Fitness)
  • Thai Chi Chuan (Bewegungsmediation)

Kampfsport für Frauen zur Fitnesssteigerung:

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Zu Beginn unseres Ratgebers stellen wir dir 3 Kampfsportstile vor, deren Hauptfokus das Verbrennen von Kalorien und die Stärkung der Muskeln ist. Zudem kann man sich hier mal so richtig verausgaben.

Allerdings gibt es hier weder Trainingskämpfe noch eignen sich diese Kampfsportarten zur Selbstverteidigung. Viel mehr geht es um den Spaß und die Fitness. Meist werden die Übungen in größeren Gruppen zu lauter Musik ausgeführt. In der Regel findet man diese Kurse in Fitnesszentren.

Tae Bo – Aerobic & Kampfsporttechniken:

Wenn du keine Lust auf klassisches Aerobic hast und Kickboxen zu gefährlich klingt, dann ist Tae Bo einen Blick wert. Die aus Amerika stammende Sportart vereint Elemente aus dem Kickboxen, Boxen und natürlich dem Aerobic. Ziel ist hier das Stärken der Kondition und das Kräftigen der Muskeln. Zudem wird die eigene Bewegungsfähigkeit enorm verbessert.

Laut dem Erfinder Billy Blanks soll man hier bis zu 800 Kalorien verbrennen. Das verspricht der siebenfache Karate-Weltmeister. Und keine Sorge, wenn Boxhandschuhe getragen werden, dann eher wegen des Show-Effekts. Gekämpft wird hier nicht. Es geht ausschließlich um das Training von Bauch, Beinen und Po.

Thai Bo – Boxtechniken als Workout:

Kickboxen-Frauen

Hier wird ein ähnliches Konzept wie bei Tae Bo verfolgt. Thai Bo ist eine Fitnesssportart, die Elemente aus den asiatischen Muay Thai und dem klassischen Boxen mit Aerobic vereint. Ausgeführt werden die Techniken dann zu schneller Musik. Auch hier handelt es sich wieder um ein Ganzkörpertraining, das man weder zur Selbstverteidigung noch als Kampfsport betreiben sollte.

Allerdings macht das Ganze unheimlich viel Spaß und powert einen gut aus. Wer mit Thai Bo als Frau beginnen möchte, braucht lediglich Trainingsklamotten samt passendem Schuhwerk. Natürlich schadet ein Trainingshandtuch genauso wenig wie ein Getränk in einer unzerbrechlichen Flasche.

Fitnessboxen – Der Name ist hier Programm:

Auch hier ist der Name wieder Programm. Meist werden hier Boxen, Thaiboxen und Kickboxen miteinander verbunden. Meist werden die Übungen zu lauter, schneller Musik ausgeführt. Ein Trainer gibt dabei die Reihenfolge der einzelnen Techniken vor.

Ab und an werden auch Boxsäcke oder Boxdummys als Trefferfläche benutzt. Man braucht als Einsteigerin dann ein Paar Boxhandschuhe. Aber keine Sorge, diese sind selten teurer als 25 Euro. Wer Ausdauertraining mit leichtem Kampfsport verbinden möchte, kann sich Fitnessboxen näher anschauen.

Im Notfall kann man sich mit den Techniken im kleinen Rahmen gegen einen Angreifer zur Wehr setzen. Gerade bei Kampfsport für Frauen ein wichtiger Faktor. Die körperliche Abwehr von Angreifern wird heutzutage immer wichtiger.

Unser Geheimtipp - Tai Chi Chuan:
Nicht jedem ist bewusst, dass es sich hier um eine Kampfkunst handelt. Das liegt am großen Fokus auf der Bewegungsmeditation. Daher stammt auch der hierzulande häufig gebrauchte Begriff Schattenboxen.

Die aus China stammende Kampfkunst eignet sich sehr gut zum Stressabbau, zur Verbesserung der Koordination und als Ganzkörper-Workout. Zudem können ein paar Techniken zum Selbstschutz eingesetzt werden.

Kampfsport für Frauen zur Selbstverteidigung:

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Liegt dein Fokus nicht auf der Stärkung von Muskeln, dem Verbessern der eigenen Figur oder der Teilnahme an Wettkämpfen, bist du hier genau richtig. Diese Stile sind die perfekte Mischung aus sportlicher Ertüchtigung und Selbstverteidigung. Außerdem kommt auch hier der Faktor Spaß nicht zu kurz. Vor allem aber helft dieser Kampfsport für Frauen in puncto Eigenschutz.

Wing Chun – speziell für schwächere Menschen kreiert:

Der Kung Fu Stil wird nicht nur von Polizisten und Soldaten trainiert, auch viele Martial Arts Schauspieler waren Vertreter dieser Kampfkunst. Aber nicht nur für Männer ist Wing Chun eine gute Wahl.

Erfunden wurde dieser chinesische Stil, nämlich von einer buddhistischen Nonne. Ziel war die Entwicklung einer Kampfkunst für schwache Menschen. Und das ist immer noch der Hauptgedanke. Daher handelt es sich hier um einen guten Kampfsport für Frauen.

Deutsches Ju Jutsu – Effizient & vielseitig:

Auf Wunsch des Bundesinnenministeriums wurde in den 1960er-Jahren eine Kampfkunst mit Schwerpunkt Selbstverteidigung kreiert. War sie anfangs noch für Behördenmitarbeiter gedacht, finden auch immer mehr Zivilisten mit dem Training an. Aufgrund dessen ist deutsches Ju Jutsu zu einem Breitensport geworden.

Die sehr vielseitige Kampfkunst eignet sich optimal für Frauen. Wer beruflich im Sicherheitsbereich unterwegs ist oder große Angst vor einem Angriff hat, sollte Ju Jutsu trainieren. Die Techniken sind einfach, aber hocheffizient. Wer mit der Zeit richtig Spaß hat, kann sogar an Wettkämpfen teilnehmen oder Gürtelprüfungen ablegen.

Krav Maga – Der neue Stern am Himmel:

Die israelische Kampfkunst wird bei Frauen immer beliebter. Wurde sie ursprünglich als Nahkampfsystem für das Militär entwickelt, gibt es heutzutage auch spezielle Varianten für Sicherheitsmitarbeiter, Polizisten und natürlich Frauen.

Das Training ist realitätsnah und findet meist am Ort des Geschehens statt. Die Techniken sind effizient und auch vom problemlos vom schwächeren Geschlecht auszuführen. Deswegen steigt die Nachfrage nach Krav Maga immer weiter an.

Kyusho Jitsu – gezielte Fingerstöße:

Hier stehen die Vitalpunkte im Vordergrund. Daher ist diese Kampfkunst wie gemacht für Frauen und schwächere Menschen. Gerade diese können sich mit dem Wissen im Ernstfall gut verteidigen. Schließlich sind Treffer im Bereich von Druck-, Reiz-, Nerven- und Akupunkturpunkten sehr schmerzhaft. Dabei können kleine Bereiche aber auch sehr große Areale unter starken Schmerz gesetzt werden.

Wer bestimmte Punkte trifft, kann sogar für Lähmungserscheinungen beim Angreifer sorgen. Diese können einzelne Gelenke betreffen oder den ganzen Körper bewegungslos machen. Auch Kraftverlust, Gleichgewichtsstörungen und Ohnmachtsanfälle sind möglich. Klingt erst mal sehr gut. Allerdings ist das Kyusho Jitsu nur in Kombination mit einer Kampfsportart empfehlenswert. Ansonsten läuft man Gefahr beim Fingerstoß vom Angreifer verletzt zu werden.

Selbstverteidigungskurse für Frauen:
Wenn es nur um den Aspekt Selbstschutz geht, muss man nicht gleich einen Kampfsport für Frauen ausüben. Oft reicht ein kleiner Crashkurs, um ein paar Selbstverteidigungstechniken für den Ernstfall zu beherrschen. Schau doch mal unseren Ratgeber über „Selbstverteidigungskurse für Frauen“ an. Dort erfährst du alles über das Thema Selbstverteidigungskurs.

Sportarten für ambitionierte Kämpferinnen:

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Selbstverständlich gibt es auch Kampfsportarten für Frauen, die sich im Ring messen möchten. Hierbei handelt es sich um die perfekte Kombination aus körperlicher Ertüchtigung und dem Erlernen von Kampfsporttechniken. Zudem machen Wettkämpfe Spaß und kitzeln den Ehrgeiz aus einem heraus.

Allerdings braucht es zum Ausüben von richtigen Kampfsportarten eine Menge Einsteckvermögen. Blutergüsse und andere Verletzungen sind hier quasi vorprogrammiert. Darauf sollte man sich einstellen. Außerdem ist der Trainingsaufwand groß und man muss sich ein paar Ausrüstungsgegenstände kaufen. Dafür hat man aber ein neues Hobby gefunden.

Kickboxen – nur für harte Fighterinnen:

Diese Sportart erfreut sich unter Frauen großer Beliebtheit. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, trainiert man hier doch den ganzen Körper und kann im Ring mal so richtig Dampf ablassen. Zudem ist diese Sportart anfängerfreundlich, da man nicht erst monatelang Techniktraining und Fallschule über sich ergehen lassen muss.

Außerdem gibt es viele Vereine und Schulen, die spezielle Kurse für Frauen anbieten. Möchtest du dich intensiver über diese Kampfsportart informieren, dann schaue doch mal unseren Ratgeber „Kickboxen für Frauen“ an. Darin werden alle Facetten dieser umfangreichen Thematik behandelt.

Taekwondo – Spektakuläre Beinarbeit:

Diesen Kampfsport für Frauen haben wir ausgewählt, da hier viel mit den Beinen anstelle der Fäuste gearbeitet wird. Allerdings trainiert man die Techniken nicht in Partnerübungen. Stattdessen wird in die Luft getreten. Möchte man Prüfungen absolvieren, ist das Ziel dann ein Brett.

Zudem gibt es hier kein Training mit Waffen. Insgesamt sprechen für diese Kampfsportart das Ganzkörpertraining, die vielen Schulen und Vereine sowie die spektakulären Techniken. Außerdem ist das Verletzungsrisiko deutlich geringer als beim Frauen-Kickboxen und das Selbstbewusstsein steigt.

Judo – Der Klassiker schlechthin:

Bei Judo handelt es sich um einen sehr wettkampforientierten und regelgeleiteten Kampfsport für Frauen. Außerdem existiert hier ein System mit Schüler- und Meistergraden, den sogenannten „Kyus“ und „Dans“. Anhand der Gürtelfarbe kann man erkennen in welchem Grad sich ein Schüler befindet. Diese Graduierungen geben Auskunft über die Fähigkeiten eines jeden Judoka.

Wer ambitioniert ist und sich duellieren möchte, ist hier richtig aufgehoben. Aber auch das Ablegen von Gürtelprüfungen macht richtig Spaß. Das gilt natürlich auch für die spektakulären Wurftechniken. Ziel ist es nämlich den Gegner auf den Rücken zu werfen und ihn damit handlungsunfähig zu machen.

Judo ist für Frauen auf jeden Fall eine lohnenswerte Sportart. Nicht zuletzt, da man sich hiermit im Notfall auch gut gegen einen oder mehrere Angreifer verteidigen kann. Die Steigerung der Fitness braucht man an dieser Stelle eigentlich nicht erwähnen.

Unser FAQ zum Abschluss:

FAQ

Welche Stile es gibt, weißt du jetzt. Aber ein paar wichtige Fragen haben wir noch gar nicht beantwortet. Aus diesem Grund gibt es zum Abschluss dieses Ratgebers noch ein kleines FAQ mit den wichtigsten Fragen, die wir im Laufe der Zeit erhalten haben:

Welche Voraussetzungen sollte man erfüllen?

Natürlich sollte man gesund sein. Eine gute Fitness ist ebenfalls von Vorteil, aber kein Muss. Fit wird man durch das regelmäßige Training dann sowieso. Allerdings sollte man je nach Sportart gut einstecken können. Mit Verletzungen sollte man auch immer rechnen. Seien es Blutergüsse oder Prellungen. Ganz ohne geht es beim Kampfsport für Frauen nicht ab.

Warum sollte man als Frau Kampfsport machen?

Dafür gibt es gleich mehrere Gründe. So ist Kampfsport ein Ganzkörpertraining. Außerdem lernt man hier Techniken, wie man sich im Ernstfall bei einem Angriff verteidigen kann. Zudem pusht man sein Selbstvertrauen, kann Stress abbauen und das Ganze macht auch noch eine ganze Menge Spaß.

Wie findet man die beste Kampfsportart für Frauen?

Um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen sind die Boxkurse in Fitnessstudios definitiv nicht verkehrt. Wer aber richtigen Kampfsport betreiben möchte, sollte sich einen Überblick über alle Schulen und Vereine verschaffen. Je nachdem was dort angeboten wird, kann man dann das Beste auswählen.

Auch Bücher sind für den Einstieg ebenso wie DVDs nicht verkehrt. So kann man erst mal allein und in Ruhe zu Hause trainieren. Wenn es eher an der Qual der Wahl liegt, dann sollte man sich YouTube-Videos der jeweiligen Sportarten ansehen. So bekommt man ein erstes Gefühl und spart sich viel Recherchearbeit.

Über Fabian Wüst, Coach & Berufswaffenträger 102 Artikel
Er ist erfolgreicher Trainer in Sachen Selbstverteidigung und sammelte wichtige Erfahrungen als Geldtransportfahrer, Bahnschutzmitarbeiter und Objektschützer für das Militär. Auf dieser Webseite teilt er sein erlangtes Know-how mit dir. Sein Motto lautet: Schütze dich und deine Liebsten!