Wie man mithilfe von 3 Trainingsübungen keine Angst mehr vor Schlägen hat!

Angst-vor-Schlägen

Immer wieder erreichen uns Fragen von besorgten Lesern, die selbst beim Training mit Sicherheitsausrüstung große Angst davor haben einen schmerzhaften Schlag abzubekommen. Dabei ist diese Furcht natürlich unbegründet, da mit Boxhandschuhen & Co. so gut wie nichts passieren kann. Uns ist aber auch bewusst, dass viele Neulinge trotz dieser Sicherheitsvorkehrungen Angst vor Verletzungen haben.

Wegen dieses Umstands möchten wir in diesem Artikel Übungen vorstellen, die einen in Zukunft ganz gelassen auf Schläge reagieren lassen. Schließlich darf man im Verteidigungsfall nicht mit seinen Hemmungen beschäftigt sein. Ein geübter Angreifer könnte dies nämlich problemlos zu seinem Vorteil nutzen. Führst du unsere Partnerübungen bei den nächsten Trainings gewissenhaft aus, wirst du das Blinzeln bei Schlägen & Co. garantiert los!

Übung für Einsteiger:

Gerade für absolute Neulinge in Sachen Selbstverteidigung als auch Kampfsport ist diese Trainingsform gedacht. Der eine Partner stellt sich aufrecht hin, während der andere verschiedene Schläge in seine Richtung durchführt. Denkbar wären hier zum Beispiel Jabs, Geraden, Haken oder auch Uppercuts. Wichtig ist hierbei, dass die Schläge kurz vor dem Körper beendet werden.

Diese Trainingsform sollte über mehrere Wochen trainiert werden. Irgendwann kommt dann der Punkt, wo man bei einem Schlag nicht mal mehr mit dem Auge blinzelt. Eine in vielen Verteidigungsfällen wichtige Fähigkeit. Oft entscheidet nicht die Kraft oder das Glück über den Ausgang eines Kampfes, sondern die Psyche. Wer gelassen bleibt, kann nämlich besonnen reagieren. Die Übung ist also absolutes Pflichtprogramm!

Kleine Steigerung für Motivierte:
Wer möchte, kann diese Übung noch etwas intensivieren. Hierfür werden die Schläge nicht vor dem Körper beendet, sondern man trifft den Partner leicht. Allerdings sollte man hier etwas auf seine Kraft aufpassen. Es geht hier nicht darum den Trainingspartner zu schlagen. Man möchte hiermit lediglich die letzten Körnchen Furcht vertreiben.

Training für Fortgeschrittene:

Die erste Übung ist natürlich wenig dynamisch und gerade für etwas erfahrenere Sportler wenig reizvoll. Daher kann man das Ganze auch mit deutlich mehr Abwechslung gestalten. Hierfür denken sich beide Partner eine Abfolge von Schlägen aus und man führt dann mit leichten Berührungen einen Kampf durch.

Hierbei bieten sich tausende verschiedene Kombinationen an. Gerne genommen wird dabei die Kombi Jab, Schlaghand und ein langer Schlag zum Körper. So ist möglichst viel Dynamik im Training. Wer auch hier nicht mehr zuckt, sollte in Zukunft keine Angst mehr vor Schlägen in der Selbstverteidigung haben.

Übertreibt es aber bitte nicht beim Training. Leichte Berührungen sind vollkommen ausreichend. Man sollte es nicht mit der Härte übertreiben. Achtet außerdem darauf, dass ihr stabil steht und eine vernünftige Deckung habt. Schließlich wollt ihr euch beim Training nicht verletzen. Habt ihr noch Probleme dabei eure Schlagkraft und die Weite eurer Angriffe einzuschätzen, dann seit bitte besonders vorsichtig.

Expertentipp:
Wer bis jetzt noch keinen Mundschutz getragen hat, sollte spätestens bei dieser Übung einen benutzen. Sicherheit geht nämlich vor!

Übung für echte Profis:

Nun kommen wir auch schon zur dritten und damit finalen Übung. Sie ist vor allem für hochmotivierte Schüler geeignet, die möglichst nah an realen Situationen trainieren möchten. Einer der beiden Partner stellt sich dabei mit dem Rücken zur Wand. Am besten berührt er diese auch, um das „echte“ Feeling zu bekommen.

Nun beginnt der andere Partner Schläge auszuführen und mit diesen den Körper leicht zu touchieren. Sinn dieser Übung ist es zu lernen, wie man Schläge in beengten und damit gefährlichen Situationen aushält und diese auch noch abwehrt. Hierbei sollte man so trainieren, dass der Partner nicht ständig blinzelt. Man steigert das Tempo also langsam und achtet auf das Verhalten des Gegenübers.

Unser Fazit:

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Diese Übungen helfen einem auf alle Fälle dabei die Angst vor Schlägen zu verlieren. Aber bei diesem Punkt reicht Training alleine auch nicht immer aus. Man sollte auch immer mal in sich gehen und diese unbegründete Angst hinterfragen. Häufig bringt es viel, wenn man sich vor Augen führt, dass Blinzeln und Zucken die Verteidigung nur unnötig erschwert.

Außerdem sind Menschen in Selbstverteidigungssituationen erfolgreicher, wenn sie kühlen Kopf bewahren. Sie reagieren schneller, besser und wenden effizientere Techniken an. Zudem übertreibt man es so meist nicht bei der Härte und Wahl der Techniken. Denkt immer daran, dass eure Verteidigungsmethoden im Rahmen der Verhältnismäßigkeit stehen müssen!

Wer sich nun angstfrei fühlt, kann sich mit dem nächsten wichtigen Thema beschäftigen. Die Rede ist von der Fähigkeit Schläge einstecken zu können. Worauf es hier ankommt, verraten wir dir in einem unserer nächsten Beiträge. Schau also bei Gelegenheit wieder vorbei. Wir freuen uns auf deinen Besuch!

Über Fabian Wüst, Coach & Berufswaffenträger 85 Artikel
Er ist erfolgreicher Trainer in Sachen Selbstverteidigung und sammelte wichtige Erfahrungen als Geldtransporterfahrer, Bahnschutzmitarbeiter und Objektschützer für das Militär. Auf dieser Webseite teilt er sein erlangtes Know How mit dir. Sein Motto lautet: Schütze Dich und Deine Liebsten.