Kickboxen für Frauen: Weit mehr als eine Wettkampfsportart!

Kickboxen ist weit mehr als nur ein reiner Kampfsport. Auch zur Steigerung der Fitness sowie zur Verbesserung der Figur kann man als Frau Kickboxen ausüben. Gerade das Fitnessboxen ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Doch es gibt noch deutlich mehr Einsatzzwecke. Welche das sind und was es sonst noch zu wissen gibt, erfährst du in diesem Ratgeber.

Kickboxen für Frauen – Welche Möglichkeiten gibt es?

Die Zeiten als es sich hier um einen reinen Kampfsport für Männer handelte, sind zum Glück vorbei. Heute kann diese Sportart mit vielen unterschiedlichen Schwerpunkten trainiert werden. Um das reine Fighten geht es also schon lange nicht mehr.

Kickboxen zur Selbstverteidigung:

Viele Frauen und Mädchen möchten sich auch in brenzligen Lagen verteidigen können. Genau hier setzt dieser Kampfsport an. Allerdings lernt man im Training weit mehr als nur die körperliche Verteidigung.

Das regelmäßige Workout steigert das Selbstbewusstsein und man wird fitter. So kann man sich auch gegen körperlich überlegene Angreifer durchsetzen. Gerade den Aspekt des Selbstvertrauens sollte man nicht unterschätzen. Ein bestimmtes Auftreten kann viele gefährliche Auseinandersetzungen bereits im Keim ersticken.

Außerdem ist man im Ernstfall nicht auf Waffen wie einen Tactical Pen oder einen Elektroschocker angewiesen. Man kann sich nämlich ohne Gadgets verteidigen. Und das ist der Clou an der Sache. Schnell ist es nämlich passiert und man vergisst sein Pfefferspray zu Hause oder bekommt es nicht schnell genug aus der Handtasche.

Frauen-Kickboxen eignet sich optimal zum Selbstschutz. Wer sich im Notfall effektiv und ganz ohne Waffen verteidigen möchte, kommt nicht um diese Kampfsportart herum. Da hier auch die Fitness gesteigert und ein gewisses Selbstbewusstsein aufgebaut wird, können wir Kickboxen für Frauen empfehlen.

Kickboxen für Frauen als Ganzkörpertraining:

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Gerade das Fitness-Boxing wird immer beliebter in deutschen Gyms. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, handelt es sich hier doch um eine schöne Abwechslung zu den üblichen Kursen. Schließlich muss es nicht immer nur Functional Training, CrossFit und Co. sein.

Aber nicht nur die Abwechslung spricht für das Fitness-Kickboxen als Frau. So handelt es sich hier um eine gute Mischung aus Konditionstraining und einen Ausgleich zum normalen Tagesablauf. Man wird nicht nur fitter, sondern kann gleichzeitig den angestauten Stress abbauen.

Wer das Ganze ernst nehmen möchte, sollte nicht nur einen passenden Kurs im Fitnessstudio besuchen. Viel besser sind speziell für diesen Zweck entwickelte Sportarten, die Boxen und Ausdauertraining kombinieren.

Sehr bekannt ist in diesem Zusammenhang Tae Bo von Billy Blanks. Hierbei handelt es sich um ein von Billy Blanks entwickeltes Fitness-Boxen speziell für Frauen. Es enthält viele Elemente aus dem Kickboxen wie Punches und Kicks. Zudem kann man hier auch Graduierungsstufen erklimmen, was für einen zusätzlichen Motivationsschub sorgt.

Für das Frauen-Fitness-Kickboxen spricht vieles. So nimmt man schnell ab, definiert seinen Körper und kann sich mal so richtig abreagieren. Außerdem macht das Ganze doch deutlich mehr Spaß als Functional-Training und Co. Weiterhin verbessert man seine Kraft, Schnelligkeit sowie Balance.

Kickboxen als reine Kampfsportart:

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Auch als Frau darf man in den Ring steigen und sich messen. Kickboxen für Frauen muss man nicht aus Fitness- oder Selbstverteidigungsgründen betreiben. Wer den Kick eines direkten Duells sucht oder einfach eine Kampfsportart betreiben möchte, ist hier definitiv richtig aufgehoben.

Allerdings sollte man sich vor Augen führen, dass hier nicht zimperlich miteinander umgegangen wird. Mit Blutergüssen oder Prellungen sollte man immer rechnen. Abhilfe schafft auch die beste Schutzausrüstung nur selten gegen diese Art von Verletzungen.

Allerdings wird man für den Aufwand mit dem Erreichen neuer Graduierungen belohnt. So existiert auch hier ein Gürtelsystem mit unterschiedlichen Farben. Anhand des getragenen Gürtels kann man sofort erkennen, welche Fähigkeiten das Gegenüber besitzt.

Eine Sache können wir an dieser Stelle verraten. Die Verleihung eines Gürtels macht jedes Mal aufs Neue ungeheuren Spaß. Eine bessere Entschädigung für den Schweiß und die aufgebrachte Mühe gibt es nicht. Daher herrscht hier auch absolute Suchtgefahr.

Kickboxen für Frauen kann ein reiner Kampfsport sein. Wer hier einsteigen möchte, muss etwas Geld investieren. So benötigt man Schutzausrüstung (Mundschutz Fußschoner…), einen passenden Verein und gegebenenfalls noch einen Standboxsack oder Boxdummy für zu Hause. Die Investitionen lohnen sich aber auf alle Fälle.

Gibt es Alternativen?

Ab und an werden wir gefragt, ob es auch ähnliche Sportarten wie Kickboxen für Frauen gibt. Die Antwort auf diese Frage ist relativ einfach: Ja, aber die alle Varianten haben gewisse Einschränkungen.

Muay Thai Boxen für Frauen:

Als erste Möglichkeit wäre hier das Thaiboxen zu nennen. Der Schwerpunkt liegt hier aber ganz klar auf dem Kämpfen im Ring. Reine Fitnesskurse findet man in Deutschland nur relativ selten. Zudem ist die Verbreitung im Vergleich zum Kickboxen als sehr gering zu bezeichnen. Diese Kampfsportart empfiehlt sich besonders für die Aspekte Selbstverteidigung und richtiges Kämpfen.

Reines Boxen als Möglichkeit:

Wer möchte, kann sich aus intensiver mit dem Boxen auseinandersetzen. Hier existieren wieder alle 3 Möglichkeiten. Allerdings gibt es beim Boxen ein paar negative Punkte. So konzentriert man sich hier aufgrund der Wettkampfregeln sehr stark auf die Oberarme. Beintechniken gibt es hier nämlich nicht. Uns persönlich fehlt daher etwas die Vielseitigkeit und die Eignung für den Punkt Selbstverteidigung.

Speziell entwickelte Fitnessboxstile:

Als letzte Variante gibt es noch die Fitnessboxstile wie Tae Bo. Diese sind oft effektiver in Sachen Fettverbrennung und Ausdauertraining als die selbst entwickelten Kurse von vielen Fitnessstudios. Außerdem gibt es hier auch DVDs für Zuhause sowie Graduierungsstufen, die für zusätzliche Motivation sorgen. Natürlich lernt man hier in Sachen Eigenschutz so gut wie nichts. Man hat lediglich etwas mehr Kraft und Ausdauer, um im Ernstfall flexibler zu reagieren.

Unser FAQ zum Ende:

Kickboxen-für-Frauen-FAQ

Ab und an erreichen uns Fragen zum Thema Kickboxen für Frauen. Diese beantworten wir natürlich sehr gerne. Damit auch du verehrter Leser von unseren gegebenen Antworten profitieren kannst, haben wir hier die interessantesten Fragen samt Antworten aufgelistet:

Welche Kleidung braucht man als Frau fürs Kickboxen?
Wer erstmal ins Kickboxen für Frauen hineinschnuppern möchte, benötigt nur normale Sportklamotten samt passendem Schuhwerk. Alles andere kann vor Ort gestellt werden. Meint man es dann Ernst, sollte man sich ein paar Sachen zu legen.

Für das reine Fitnessboxen reicht in der Regel normale Sportbekleidung samt Boxhandschuhen aus. Wobei letzteres bei manchen Kursen auch nicht nötigt ist. Wer das Ganze aber als Kampfsportart ausüben möchte, braucht etwas mehr an Equipment.

Die Rede ist von Boxhandschuhen, passender Bekleidung sowie ein paar grundlegenden Schutzgegenständen. Für den Einstieg empfehlen wir dieses Schutzequipment: Zahnschutz, Kopfschutz, Brutschutz, Schienbeinschoner und Fußschützer.

Wie verändert Kickboxen den Körper?
Diese Frage bekommen wir sehr häufig via E-Mail gestellt. Die Antwort darauf ist nicht ganz so leicht zu geben. Im Optimalfall strafft man seinen Körper, nimmt ab und stärkt die Fitness. Natürlich verbessert sich dadurch auch die Figur. Darum geht es ja schließlich bei dieser Angelegenheit.

Da hier allerdings Dinge wie die richtige Ernährung und ein regelmäßiges Training notwendig sind, kann der ganz große Erfolg auch ausbleiben. Allerdings macht das Ganze richtig Spaß und das alleine sollte, schon genügen. Zudem stärkt man sein Selbstbewusstsein und sorgt für Abwechslung beim Sport.

Welche Schutzausrüstung braucht man?
Meint man es richtig ernst, kommt man um Schutzkleidung nicht herum. Grundsätzlich empfehlen wir diese Gegenstände: Tiefschutz, Schienbeinschoner, Mundschutz, Kopfschutz und für Frauen natürlich noch der obligatorische Brustschutz.

Wer ganz auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich auch noch Fußschützer, Oberschenkelschützer sowie eine Oberkörperweste (Bodyshield) zulegen. Damit ist man dann mehr als gut geschützt.

Gibt es sinnvolle Ausrüstung für das Hometraining?
Selbstverständlich! Wer auch zu Hause Frauen-Kickboxen trainieren will, der braucht zumindest einen Partner oder alternativ einen Boxsack. Wer gemeinsam trainieren möchte, sollte sich Pratzen fürs Schlagtraining zulegen. Um auch die Ausdauer zu verbessern, empfiehlt sich zudem noch ein Springseil.

Hat man nicht den Luxus eines Trainingspartners, braucht es entweder einen Boxsack oder einen Boxdummy. Wobei sich speziell für das Kickboxtraining ein Standboxsack empfiehlt. Hieran können nämlich auch Beintechniken ausgeübt werden. Möchte man etwas mehr Geld ausgeben, kann sich auch die Anschaffung eines Boxdummys lohnen. Gerade im Bereich Selbstverteidigung eine mehr als sinnvolle Investition.

Was haltet ihr Profis von Kickboxen für Frauen?
Wer sich näher mit dem Thema Kickboxen als Frau auseinandersetzt, wird schnell merken, wie vielseitig die Thematik doch ist. Dabei haben alle Varianten ihre Vor- als auch Nachteile.

Doch eine Sache lässt sich festhalten, und zwar, dass die Ausübung Sinn macht. Wir empfehlen Kickboxen für Frauen. Ganz egal, ob es um die Selbstverteidigung, den reinen Kampf oder einfach um die Selbstverwirklichung geht. Natürlich spielt auch die Verbesserung der eigenen Figur eine nicht zu unterschätzende Rolle beim Kickboxen für Frauen.

Über Fabian Wüst, Coach & Berufswaffenträger 80 Artikel
Er ist erfolgreicher Trainer in Sachen Selbstverteidigung und sammelte wichtige Erfahrungen als Geldtransporterfahrer, Bahnschutzmitarbeiter und Objektschützer für das Militär. Auf dieser Webseite teilt er sein erlangtes Know How mit dir. Sein Motto lautet: Schütze Dich und Deine Liebsten.