Legale Selbstverteidigungswaffen
Kleine Auswahl an Selbstverteidigungswaffen

Wer sich heute ernsthaft mit dem Thema Selbstverteidigung beschÀftigt, kommt nicht um die Thematik Waffen herum. Zu diffus und komplex ist die heutige Bedrohungslage geworden. Worte gepaart Deeskalationstechniken reichen schon lange nicht mehr aus. Selbstverteidigungs-Waffen sind daher leider Pflicht.

Welche Selbstverteidigungs-Waffen es gibt, worauf man achten sollte und wo die Vor- und Nachteile der einzelnen Waffen liegen, erfÀhrst du in diesem Ratgeber.

Selbstverteidigungswaffen:

Der Markt an Waffen und Gadgets zur Selbstverteidigung wĂ€chst seit Jahren konstant. Den Überblick zu behalten ist daher schwierig. Gerade als AnfĂ€nger fĂŒhlt man sich daher oft erschlagen.

GrundsĂ€tzlich eignen sich viele Waffen fĂŒr die Selbstverteidigung. Die GĂ€ngigsten in den Bereichen Privat- als auch Profianwendung sind hier aufgelistet:

Wichtige Hinweise zu Beginn:

In diesem Artikel wird oft von „legalen Selbstverteidigungswaffen“ gesprochen. Allerdings ist das Wort legal in diesem Zusammenhang oft mehrdeutig und es existieren viele rechtliche EinschrĂ€nkungen.

Viele der hier vorgestellten Waffen unterliegen bestimmten EinschrÀnkungen, die sich durch das geltende Gesetz ergeben. Da wir hier keine Rechtsberatung anbieten, nimmst du bitte Kontakt mit einem Rechtsanwalt auf, um dich in Rechtsfragen zu informieren.

Pfefferspray – Allseits bekannt:

Pfefferspray-im-einsatz

Hierbei handelt es sich wohl um den Klassiker schlecht hin unter den Selbstverteidigungswaffen. Jeder kennt es, viele nutzen es. Doch was muss man wissen und empfehlen wir es auch? Im Folgenden erfÀhrst du es!

Vorteile:

  • einfache Handhabung
  • geringes Verletzungsrisiko

Nachteile:

  • schreckt potenzielle Angreifer kaum noch ab

Wirkungsweise erklÀrt:

Im Pfefferspray ist der Wirkstoff Capsaicin enthalten. Dieser sorgt fĂŒr eine EntzĂŒndungsreaktion in der Haut und Schleimhaut.

Mögliche Anwendung:

Pfefferspray wird genauso wie CS-Gas eingesetzt. Man versucht den Angreifer im Gesicht, am besten an den Augen zu treffen. Sollte dies nicht möglich sein, sollte man den Oberkörper treffen. Die Wirkung ist hier aber nicht so stark und setzt zudem spÀter ein.

Mögliche Verletzungen:

Bei der Anwendung von Pfefferspray sollte es zu keinen langanhaltenden Verletzungen oder SchÀden kommen. Allerdings können allergische Reaktionen beim Getroffenen entstehen und Asthmatiker unter starker Atemnot leiden.

Nach der Anwendung:

Da in Deutschland Erste-Hilfe Pflicht ist, sollte mindestens ein Rettungswagen angefordert werden. Ebenso ist es empfehlenswert die Augen mit Wasser auszuspĂŒlen.

CS Gas / TrÀnengas Abwehrspray:

CS-Verteidigungssprays werden oft fÀlschlicherweise mit TrÀnengas oder CS-Gas gleichgesetzt. Korrekt ist dies aber nicht. Genau genommen handelt es sich hier um die Chemikalie Aerosol. Welche EinschrÀnkungen hier gelten und worauf zu achten ist, erfÀhrst du nun.

Vorteile:

  • wirkt auch bei Tieren
  • einfache Handhabung
  • geringes Verletzungsrisiko

Nachteile:

  • ineffizienter als Pfefferspray
  • Drogen vermindern die Wirkung
  • Viele sind gegen CS-Gas immun

Wirkungsweise erklÀrt:

CS-Gas Abwehrsprays wirken ĂŒber das Schmerzzentrum des Menschen. Da Drogen wie Alkohol und Co. das Schmerzempfinden vermindern oder fast ausschalten können, sollte dies bei der Wahl der Selbstverteidigungswaffe berĂŒcksichtigt werden.

Gegen Tiere bzw. Hunde kann CS-Gas prinzipiell eingesetzt werden. Die Wirkung ist Àhnlich wie beim Menschen.

Mögliche Anwendung:

CS-Gas wird dem Angreifer ins Gesicht, am besten in die Augen gespritzt. Treffer am Oberkörper funktionieren auch, sind aber nur eine Notlösung, falls der Angreifer weit entfernt steht oder sich schnell bewegt.

Mögliche Verletzungen:

Meistens entstehen bei der Anwendung von CS-Gas keine langanhaltenden SchÀden. In seltenen FÀllen kommt es zu allergischen Reaktionen und Asthmatiker können unter starker Atemnot leiden.

Expertenrat:

Pfeffersprays sind effektiver als CS-Gas. Sie greifen die SchleimhĂ€ute besser an und setzen Gegner damit schneller außer Gefecht. Außerdem gibt es Menschen, die gegen CS-Gas immun sind. Deshalb empfehlen wir den Kauf von Pfeffersprays.

Pfefferpistole – GĂ€nzlich unbekannt:

Pfefferpistole

Eine Weiterentwicklung von klassischen Abwehrsprays sind die in Deutschland noch immer relativ unbekannten Pfefferpistolen. Dabei vereinen sie die Vorteile von Schreckschusspistolen als auch normalen Sprays.

Der große Vorteil dieser Selbstverteidigung-Waffe liegt im abschreckend wirkenden Design gepaart mit bis zu 7 m großen Reichweite der integrierten Pfefferpatronen. Nicht verwechseln sollte man Pfefferpistolen mit Schreckschusswaffen samt Pfeffermunition.

Vorteile:

  • einfache Handhabung
  • geringes Verletzungsrisiko

Nachteile:

  • kann mit echter Waffe verwechselt werden und so zu unangenehmen Situationen mit der Polizei oder unbeteiligten Zeugen fĂŒhren

Wirkungsweise erklÀrt:

In den verbauten Patronen ist der Wirkstoff Capsaicin enthalten. Dieser sorgt fĂŒr eine EntzĂŒndungsreaktion in der Haut und Schleimhaut. So werden Angreifer effektiv außer Gefecht gesetzt. Mehr dazu im unten verlinkten Video:

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Überzeuge dich mithilfe dieses Videos selbst von der Wirkungsweise.

Mögliche Anwendung:

Pfefferpistolen funktionieren im Grunde genommen wie Abwehrsprays. Allerdings gibt es ein paar Unterschiede. So sind in den normalen Modellen Patronen verbaut, welche beim BestÀtigen des Abzugs ausgelöst werden.

Dadurch entsteht ein extrem hoher Druck, der eine Strahlgeschwindigkeit von bis zu 180 km/h ermöglicht. Dadurch ist die Reichweite etwas besser als bei Pfeffersprays. Bis zu 7 m kann man mit solchen Modellen weit schießen.

Mögliche Verletzungen:

Aufgrund der hohen Strahlgeschwindigkeit kann es hier durchaus schnell zu Verletzungen an den Augen kommen. Sollte man sich aus relativ kurzer Distanz verteidigt haben, können auch langanhaltende SchÀden beim Angreifer entstehen.

Ansonsten hat man das gleiche Verletzungsbild wie bei Abwehrsprays. Es können allergische Reaktionen entstehen und Asthmatiker können Atemnot bekommen.

Wichtiger Hinweis:

Pfefferpistolen können im Eifer des Gefechts mit einer echten Waffe verwechselt werden. Daher kann es zu unangenehmen Situationen mit der Polizei oder unbeteiligten Zeugen kommen.

Elektroschocker – Der GefĂŒrchtete:

Elektroschocker

In Deutschland sind Elektroschocker zwar als Selbstverteidigungswaffe zugelassen, doch fristen sie nur ein Nischendasein. Das hat gleich mehrere GrĂŒnde.

So muss der Umgang vernĂŒnftig und vor allem auch regelmĂ€ĂŸig trainiert werden. Außerdem funktionieren sie aufgrund von Ă€ußeren Faktoren nicht immer und die verbaute Sicherung stellt beim schnellen Reagieren auf einen Angriff ein enormes Hindernis dar.

Zudem ist der Stromimpuls, der in Deutschland zugelassenen GerĂ€te sehr gering und durch dringt dickere KleidungsstĂŒcke oft gar nicht.

Vorteile:

  • wirken sehr abschreckend
  • Angreifer kann außer Gefecht gesetzt werden

Nachteile:

  • regelmĂ€ĂŸiges Training notwendig
  • hier zugelassene Modelle sind relativ schwach
  • Anwendung nur möglich bei direktem Kontakt mit dem Angreifer

Wirkungsweise erklÀrt:

Elektroschocker erzeugen wie der Name schon verrĂ€t einen elektrischen Impuls, der den Angreifer bei direkter BerĂŒhrung Schaden zufĂŒgt. Dabei variiert die Bandbreite von erschrecken bis hin zu heftigen MuskelkrĂ€mpfen.

Wichtigere Hinweis:

Taser dĂŒrfen hierzulande nicht von Privatpersonen benutzt werden. Sie fallen unter das Verbot von Distanz-ElektroimpulsgerĂ€ten. Lediglich von manchen Polizeieinheiten werden sie eingesetzt.

Mögliche Anwendung:

Um sich in einer Notwehrsituation mit einem Elektroschocker vernĂŒnftig verteidigen zu können, muss man einige Punkte beachten. Um diese Selbstverteidigungswaffe einsetzen zu können, muss man den Gegner berĂŒhren können.

Empfehlenswert sind hierbei alle Stellen, die nicht von KleidungsstĂŒcken bedeckt sind. In der Regel sollte man sich daher auf den Hals- oder im Sommer auch möglichen Schulterbereich konzentrieren.

Mögliche Verletzungen:

Bei der Anwendung eines Elektroschockers als Selbstverteidigungswaffe können leichte bis schwere Verletzungen entstehen. Im Extremfall kann man auch sterben. Aufgrund der geringen Leistung ist dies mit den in Deutschland erhÀltlichen Modellen aber schwierig umzusetzen. Vorsicht sollte aber geboten sein.

Expertenrat:

Es gibt bessere und effektivere Selbstverteidigungswaffen. Hier ĂŒberwiegen leider die Nachteile und aufgrund dessen können wir den Kauf nicht empfehlen.

Kubotan & Tactical Pen:

Kubotan-Anwendung

Bei einem Kubotan handelt es sich um einen kleinen Stab, der in der Regel aus Metall gefertigt ist. Diese Selbstverteidigungswaffe Ă€hnelt von der Form und GrĂ¶ĂŸte her einem Kugelschreiber, weswegen man irgendwann beide Produkte miteinander kombiniert hat.

Entstanden ist so der Tactical Pen. Ein stabiler Kugelschreiber aus Metall, der sich genauso wie ein Kubotan einsetzen lĂ€sst, nur deutlich unauffĂ€lliger mitgefĂŒhrt werden kann. Bei beiden Selbstverteidigungswaffen handelt es sich um reine Nahkampfinstrumente fĂŒr geĂŒbte Anwender.

Vorteile:

  • klein & handlich
  • kann verdeckt eingesetzt werden

Nachteile:

  • regelmĂ€ĂŸiges Training notwendig
  • direkter Kontakt zum Angreifer benötigt

Rechtliche Hinweise:

In Deutschland fĂ€llt der Kubotan nicht unter das Waffengesetz, da er weder als Hieb- noch als Stichwaffe gilt. Daher darf er in der Regel ohne rechtliche EinschrĂ€nkungen in der Öffentlichkeit mitgefĂŒhrt werden.

Wirkungsweise & mögliche Anwendung:

Bei einem Kubotan oder auch Tactical Pen handelt es sich um eine Waffe, die als KraftverstĂ€rker fĂŒr die Hand genutzt wird. Ziel ist es Nervendruckpunkte des Angreifers zu treffen. HauptsĂ€chlich handelt es sich hierbei um die Rippenbögen, die Kniekehle oder die Kehlkopfgrube. Alle diese Punkte sind sehr wirksam, da absolut schmerzempfindlich.

Mögliche Verletzungen:

Die kleinen Stifte und StĂ€be wirken auf den ersten Blick absolut harmlos. Leider kommt es in Selbstverteidigungssituationen immer mal wieder zu kleineren und grĂ¶ĂŸeren Verletzungen.

Besonders Stiche an die SchlĂ€fe, die Augen oder auch die Ohren können zu lebensgefĂ€hrlichen Verletzungen fĂŒhren. Daher ist es prinzipiell auch möglich dauerhafte SchĂ€den zu erzeugen. Vorsicht ist beim Umgang also geboten. RegelmĂ€ĂŸig Training ist aufgrund dessen absolute Pflicht.

Schrillalarm – optimal fĂŒr Kinder & Senioren:

Taschenalarm

Ein Taschenalarm ist ein kleines technisches GerĂ€t mit einer gigantischen akustischen Wirkung. Man könnte sozusagen von einer Alarmsirene fĂŒr die Hosentasche sprechen. Eine legale Selbstverteidigungswaffe, die speziell fĂŒr Ältere und körperlich schwache Menschen konzipiert wurde.

Vorteile:

  • kinderleichte Bedienung
  • gut geeignet fĂŒr Senioren und Kinder
  • klein & handlich

Nachteile:

  • basiert ausschließlich auf Abschreckung und Aufmerksamkeit
  • sollte mit zusĂ€tzlicher Selbstverteidigungswaffe kombiniert werden

Rechtliche Hinweise:

Ein Schrillalarm unterliegt in Deutschland nicht dem Waffengesetz. Daher gibt es in der Regel keine EinschrĂ€nkungen beim FĂŒhren und dem Erwerb. Gerade fĂŒr Senioren und Kinder sind diese kleine Helferlein unschlagbar.

Wirkungsweise erklÀrt:

Schrillalarme sind entweder batteriebetrieben oder mit Gas gefĂŒllt. Bei beiden Varianten steht die Erzeugung eines akustischen Warntons im Vordergrund. Durch den Schockmoment sollen Angreifer irritiert oder im besten Fall vertrieben werden.

Korrekte Anwendung:

Viel falsch machen kann man beim Benutzen nicht. Wichtig ist, dass das Gadget im Bedarfsfall schnell erreichbar ist. Hier kommt die Kombination aus Schnelligkeit und Überraschungsmoment zu tragen. Da sich nicht jeder Angreifer auf diese Weise vertreiben lĂ€sst, sollte man zusĂ€tzlich noch eine Selbstverteidigungswaffe dabei haben. Hier bieten sich Abwehrsprays an.

Mögliche Verletzungen:

Bei der Anwendung eines Taschenalarms sollte es in der Regel nicht zu Verletzungen kommen. Sollte dieser jedoch zu nah am Trommelfell des Angreifers aktiviert worden sein, kann es theoretisch zu einer Verletzung am Ohr kommen.

Expertenrat:

Gerade Kinder und Senioren sind mit einem Taschenalarm bestens bedient. Die laute Alarmsirene vertreibt Angreifer zuverlÀssig und die Handhabung ist kinderleicht. Zudem kosten sie wenig, nehmen kaum Platz weg und sind bei Angreifern relativ unbekannt.

Alles in einem sind daher ein „Must-have“ im Verteidigungskonzept. Es empfiehlt sich die Kombination mit einer legalen Selbstverteidigungswaffe wie Pfefferspray. So ist man fĂŒr den Verteidigungsfall bestens gewappnet

Schlagstock – eine bedingt legale Selbstverteidigungswaffe:

Schaumgepolsterter Trainingsschlagstock

In Zusammenhang mit Selbstverteidigungswaffen liest man von Schlagstöcken relativ wenig. Das ist nicht weiter verwunderlich. Sie sind bei korrekter Handhabung zwar ĂŒberaus effektiv, kleine Fehler verzeihen sie aber nicht.

Aufgrund dessen finden sie fast ausschließlich im professionellen Bereich Anwendung. Außerdem gelten besondere rechtliche EinschrĂ€nkungen und der Trainingsaufwand ist hoch.

Vorteile:

  • sehr abschreckend
  • blocken von Angriffen möglich
  • entwaffnen der Gegner möglich

Nachteile:

  • regelmĂ€ĂŸiges Training ist ein Muss
  • kann schwere bis tödliche Verletzungen verursachen

Wirkungsweise erklÀrt:

Der Einsatz von Schlagstöcken wird oft relativ simpel mit folgender Definition erlÀutert: Durch gezielte SchlÀge kann es gelingen den Angreifer zu entwaffnen oder in die Flucht zu schlagen.

Allerdings können mit einem Schlagstock auch SchlÀge geblockt und Angreifer gezielt entwaffnet werden. Letzteres bezieht sich meist auf Messer und andere Hieb- und Stichwaffen. Im Grunde genommen ist ein Schlagstock eine bedingt legale Selbstverteidigungswaffe mit einem breiten Repertoire an Verteidigungs-Möglichkeiten.

Expertenrat:

TotschlÀger und Stahlruten solltest du nicht mit Schlagstöcken verwechseln. Diese beiden Waffen sind in Deutschland illegal.

Mögliche Handhabung:

Der richtige Umgang mit einem Schlagstock ist relativ schwer zu erlernen und kann hier nicht in wenigen SÀtzen erklÀrt werden. Gesagt sei aber, dass man sich mit den Trefferzonen am menschlichen Körper auseinandersetzen muss.

Zudem werden in Trainings Techniken zur Abwehr von Waffen sowie zum Entwaffnen des Gegners trainiert. Auch das SchĂŒtzen des eigenen Körpers durch gezieltes Blocken gehört zu den Basics.

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Schlagstock fĂŒr EinsatzkrĂ€fte samt Abwehrtechniken vorgestellt

Mögliche Verletzungen:

Schlagstöcke können von einfachen bis hin zu schweren Verletzungen fĂŒhren. Bei SchlĂ€gen wie zum Beispiel gegen den Kopf kann es sogar zum Tod kommen. Daher ist ein Schlagstock immer als tödliche Waffe zu betrachten.

SchlĂ€ge gegen Muskelgruppen fĂŒhren meist zu starken Prellungen, BlutergĂŒssen und KnochenbrĂŒche. Erwischt man hingegen Gelenke können diese dauerhaft geschĂ€digt werden. Treffer zum Beispiel im Bereich der WirbelsĂ€ule, dem Genick oder dem Hals können zu LĂ€hmungen fĂŒhren. Der richte Umgang, sollte also sitzen.

Expertenrat:

Wir empfehlen Schlagstöcke als Selbstverteidigungswaffe ausdrĂŒcklich nicht. Die Handhabung muss sitzen und kleinste Fehler können zu schweren Verletzungen fĂŒhren.

Tonfa – Nur mit rechtlichen EinschrĂ€nkungen als Selbstverteidigungswaffe nutzbar

Tonfa mit gepolstertem TrainingsĂŒberzug

Diesen speziellen Schlagstock kennen viele Menschen von Großveranstaltungen. Die Bereitschaftspolizei trĂ€gt diese Waffe (Mehrzweckeinsatzstock) aufgrund der abschreckenden Wirkung und den vielfĂ€ltigen Einsatzmöglichkeiten.

Die StÀrken eines Tonfa liegen nicht nur beim Schlagen und Blocken. Auch bei Hebeltechniken zur Festnahme oder beim Einschlagen von Scheiben kann diese nur bedingt legale Selbstverteidigungswaffe eingesetzt werden.

Vorteile:

  • sehr abschreckend
  • blocken von Angriffen möglich
  • entwaffnen der Gegner möglich

Nachteile:

  • regelmĂ€ĂŸiges Training ist ein Muss
  • kann schwere bis tödliche Verletzungen verursachen

Wirkungsweise erklÀrt:

Ein Tonfa wird nicht ausschließlich fĂŒr SchlĂ€ge genutzt. Mithilfe dieser bedingt legalen Selbstverteidigungswaffe können Angriffe geblockt, Gegner entwaffnet und Hebeltechniken eingesetzt werden. Der Wirkungsradius ist also sehr groß.

Mögliche Anwendung:

Die korrekte Handhabung eines Tonfas ist sehr komplex und aufgrund dessen nur mit viel Zeiteinsatz zu erlernen. Daher kann man hier nur ein paar GrundsÀtze erlÀutern.

Man sollte sich zu Beginn die Trefferzonen am menschlichen Körper gut einprĂ€gen. In weiteren Trainingseinheiten wird dann auf alle verfĂŒgbaren Techniken zum Schlagen, Blocken, Entwaffnen und Hebeln eingegangen.

Mögliche Verletzungen:

Bei dem Einsatz eines Tonfas können viele unterschiedliche Verletzungen beim Angreifer entstehen. Meistens fĂŒhren Treffer bei den Muskelgruppen zu starken Prellungen, BlutergĂŒssen oder auch KnochenbrĂŒche. Besonders große und langanhaltende SchĂ€den entstehen zum Beispiel bei Treffern an den Gelenken oder der WirbelsĂ€ule. Kopftreffer können auch beim Tonfa tödlich enden.

Expertenrat:

Der Trainingsaufwand mit einem Tonfa ist immens. Die Techniken sind schwer zu erlernen. Zudem können schwere bis tödliche Verletzungen entstehen – das fĂŒr diese Selbstverteidigungswaffe keine Empfehlung ausgesprochen wird, sollte klar sein.

Was sollte man noch wissen?

FAQ

Immer mal wieder bekommen wir Fragen zu den Verteidigungswaffen gestellt. Ein paar davon sind so interessant, dass wir sie hier samt unseren Antworten veröffentlicht haben. So profitierst du auch du von unseren Antworten und nicht nur der Fragesteller. Lesen lohnt sich!

Welche Verteidigungswaffen eignen sich fĂŒr Zuhause?

Zur Heimverteidigung kann man so gut wie jede der hier vorgestellten Waffen einsetzen. Wir empfehlen einen Elektroschocker und wer möchte, kann sich auch einen Schlagstock in den Flur stellen.

Effizienter wÀre aber sicherlich ein Schrillalarm, damit die Nachbarschaft auf den Notfall aufmerksam wird und Hilfe ruft. Abraten können wir von Pfefferspray und Pfefferpistolen. Der Einsatz in geschlossenen RÀumen ist einfach nicht zu empfehlen.

Welche Verteidigungswaffe ist die beste?

Eine schwierige Frage, da man hier situationsbedingt entscheiden muss. Im Außeneinsatz sind Pfefferspraypistolen und klassische Pfeffersprays empfehlenswert.

FĂŒr den Einsatz in geschlossenen RĂ€umen ist ein Elektroschocker keine schlechte Wahl. In den eigenen 4 WĂ€nden kann auch ein Schlagstock eine sinnvolle Option darstellen.

Wie schaut es mit Schusswaffen zur Heimverteidigung aus?

Von Schreckschusswaffen als auch Pfefferspraypistolen sind wir in puncto Heimverteidigung nicht ĂŒberzeugt. HauptsĂ€chlich liegt dies am Pfeffernebel, der in geschlossenen RĂ€umen auch den Verteidigenden negativ beeintrĂ€chtigen wird.

Richtige Schusswaffen sind absolut nicht zu empfehlen. Von den rechtlichen EinschrĂ€nkungen einmal abgesehen, kann es hier zu unnötig schweren Verletzungen oder gar zum Tod des Einbrechers / Angreifers kommen. Außerdem eskalieren Situationen mit dem Ziehen von Schusswaffen tendenziell schneller.