Legale Selbstverteidigungswaffen

Wer sich heute ernsthaft mit dem Thema Selbstverteidigung besch√§ftigt, kommt nicht um die Thematik Waffen herum. Zu diffus und komplex ist die heutige Bedrohungslage geworden. Ein paar beruhigende Worte oder gar professionelle Deeskalationstechniken reichen schon lange nicht mehr aus. Das Mitf√ľhren einer Selbstverteidigungswaffe ist aufgrund dessen leider Pflicht geworden.

Welche es √ľberhaupt gibt, worauf man bei der Nutzung achten sollte und wo die Vor- und Nachteile der einzelnen Waffen liegen, erf√§hrst du in diesem Ratgeber. Au√üerdem findest du direkt unterhalb der folgenden Selbstverteidigungs¬≠waffen-Liste ein kleines FAQ. Darin beantworten wir die am h√§ufigsten gestellten Fragen unserer Leser rund um dieses komplexe Thema.

Unsere handverlesene Auswahl an freien Waffen:

Der Markt an Waffen und Gadgets zur Selbstverteidigung w√§chst seit Jahren konstant. Den √úberblick zu behalten ist daher schwierig. Gerade als Anf√§nger f√ľhlt man sich von der Vielzahl an Produkten erschlagen. Grunds√§tzlich gesprochen eignen sich viele Waffen f√ľr die Selbstverteidigung. Die G√§ngigsten von ihnen haben wir im Folgenden aufgelistet:

Welche Verteidigungswaffe ist die Beste?
Eine schwierige Frage, da man hier situationsbedingt entscheiden muss. Im Außeneinsatz sind Pfefferspraypistolen, Schreckschusswaffen und klassische Pfeffersprays empfehlenswert.

F√ľr die Verwendung in geschlossenen R√§umen ist ein Elektroschocker keine schlechte Wahl. In den eigenen 4 W√§nden k√∂nnen aber auch ein Schlagstock oder eine RAM-Waffe eine sinnvolle Option sein.

Welche Verteidigungswaffen eignen sich f√ľr Zuhause?
Zur Heimverteidigung kann man so gut wie jede der hier vorgestellten Waffen einsetzen. Wir empfehlen Elektroschocker oder RAM-Waffen. Wer möchte, kann sich auch einen Schlagstock zulegen.

Effizienter wäre aber sicherlich ein Schrillalarm, damit die Nachbarschaft auf den Notfall aufmerksam wird und Hilfe ruft. Abraten können wir von Pfeffersprays und Pfefferpistolen. Der Einsatz in geschlossenen Räumen ist einfach nicht zu empfehlen.

In puncto Heimverteidigung spielt auch der Einbruchschutz eine gro√üe Rolle. Kommt ein Dieb erst gar nicht ins Haus, braucht man sich auch nicht gegen ihn zu verteidigen. Sinnvoll sind aufgrund dessen Alarm- sowie Videoanlagen. Dabei sollte man aber den mechanischen Einbruchschutz an T√ľren oder Fenstern nicht vergessen.

Welche Selbstverteidigungswaffen sind sinnvoll f√ľr Frauen?
Frauen d√ľrfen nat√ľrlich jede der hier vorgestellten Waffe nutzen. Allerdings eignen sich manche von ihnen besser zur Selbstverteidigung als Frau. Schlie√ülich sollte man als tendenziell schw√§chere Person auf Abstand zum Angreifer bleiben. Damit fallen Elektroschocker, Schlagst√∂cke und taktische Kugelschreiber schon mal raus.

G√ľnstig und auch gegen eine Gruppe von Angreifern helfen Pfeffersprays, CS-Gas sowie Pfefferpistolen. Auch eine Schreckschusswaffe eignet sich f√ľr Frauen. Wer kein allzu gro√üer Fan von Waffen ist, sollte sich einen Schrillalarm zulegen. Der laute Warnton macht umstehende Personen auf die Notlage aufmerksam. Diese k√∂nnen dann Hilfe rufen.

Man sollte sich aber immer einer Sache bewusst sein. Man kann die Selbstverteidigungswaffe nämlich mal zu Hause vergessen oder die Munition ist alle. Manchmal treten auch Funktionsstörungen auf. Daher muss man sich auch ohne Waffen im Ernstfall verteidigen können. Aufgrund dessen empfiehlt sich der Besuch eines Selbstverteidigungskurses oder gleich das Erlernen einer Kampfsportart.

Welche legalen Waffen stellen eine gute Wahl f√ľr Senioren dar?
Im Prinzip kann man sich als r√ľstiger Senior mit allen nur erdenklichen Waffen verteidigen. Wer nur wenig Geld ausgeben m√∂chte, sollte sich Pfeffersprays n√§her anschauen. Diese k√∂nnen auch sehr gut zur Abwehr gegen mehrere Angreifer eingesetzt werden.

Etwas unauffälliger hingegen sind Sicherheitsschirme. Sie helfen auch gut bei der Hundeabwehr. Mehr etwas mehr investieren möchte oder nicht auf die abschreckende Wirkung von Schusswaffen verzichten möchte, sollte Pfefferspraypistolen oder klassische Schreckschusswaffen in Betracht ziehen.

Welche Waffen können von Kindern genutzt werden?
Viele Eltern machen sich gro√üe Sorgen, wenn ihre Spr√∂sslinge allein unterwegs sind. Immer mal wieder h√∂rt man n√§mlich von Entf√ľhrungen oder √úbergriffen auf Minderj√§hrige. Daher interessieren sich viele unserer Leser f√ľr kindgerechte Selbstverteidigungswaffen.

Die Auswahl ist aber √ľberschaubar. Interessant sind handels√ľbliche Abwehrsprays sowie Schrillalarme. Letztere stellen meist die bessere Wahl dar, da sich die Kinder bei Experimenten nicht selbst verletzen k√∂nnen. Zudem gibt es hier so gut wie keine rechtlichen Einschr√§nkungen.

Unterliegen freie Waffen rechtlichen Einschränkungen?
In diesem Artikel wird oft von ‚Äělegalen Selbstverteidigungswaffen‚Äú gesprochen. Allerdings existieren viele Situationen, wo man rechtliche Fallstricke zu beachten hat. Zudem ist das legale F√ľhren in Deutschland stark limitiert. Da wir hier keine Rechtsberatung anbieten, nimmst du bitte Kontakt mit einem Rechtsanwalt auf, um dich in solchen Fragen zu informieren.

Pfefferspray – Allseits bekannt:

Pfefferspray

Hierbei handelt es sich wohl um den Klassiker schlechthin unter den Selbstverteidigungswaffen. Jeder kennt es, viele nutzen es. Doch was muss man wissen und empfehlen wir es auch? Im Folgenden erfährst du es!

Vorteile:

  • einfache Handhabung
  • geringes Verletzungsrisiko

Nachteile:

  • schreckt potenzielle Angreifer kaum noch ab

Wirkungsweise erklärt:

Im Pfefferspray ist der Wirkstoff Capsaicin enthalten. Dieser sorgt f√ľr eine Entz√ľndungsreaktion in der Haut und Schleimhaut. Das hat zur Folge, dass die Augen brennen und nicht mehr offen gehalten werden k√∂nnen. Au√üerdem beginnt man zu husten und die Haut f√§ngt an zu brennen.

Mögliche Anwendung:

Pfefferspray wird genauso wie CS-Gas eingesetzt. Man versucht den Angreifer im Gesicht, am besten an den Augen zu treffen. Sollte dies nicht möglich sein, sollte man den Oberkörper treffen. Die Wirkung ist hier aber nicht so stark und setzt zudem später ein.

Mögliche Verletzungen:

Bei der Anwendung von Pfefferspray sollte es zu keinen lang anhaltenden Verletzungen oder Schäden kommen. Allerdings können allergische Reaktionen beim Getroffenen entstehen und Asthmatiker können unter starker Atemnot leiden. In der Regel klingen die Beschwerden aber nach 24 bis 48 Stunden vollständig ab. Daher sind wir ein großer Fan von diesem Wirkstoff.

Gut zu wissen:

Es gibt verschiedene Spr√ľhvarianten. Bis vor ein paar Jahren war der Spr√ľhnebel noch sehr beliebt. Man muss n√§mlich nicht genau zielen und trifft trotzdem. Daf√ľr ist der Nebel sehr windanf√§llig. Daher greifen die meisten Leute heute auf den ballistischen Spr√ľhstrahl oder Pfeffergel zur√ľck. Auch Pfefferschaum wird immer beliebter. Alle 3 sind windstabiler und die Reichweite ist gr√∂√üer.

CS Gas / Tränengas Abwehrspray:

CS-Gas-Abwehrspray

CS-Verteidigungssprays werden oft fälschlicherweise mit Tränengas oder CS-Gas gleichgesetzt. Korrekt ist dies aber nicht. Genau genommen handelt es sich hier um die Chemikalie Aerosol. Welche Einschränkungen hier gelten und worauf zu achten ist, erfährst du nun.

Vorteile:

  • wirkt auch bei Tieren
  • einfache Handhabung
  • geringes Verletzungsrisiko

Nachteile:

  • ineffizienter als Pfefferspray
  • Drogen vermindern die Wirkung
  • viele Menschen sind gegen CS-Gas immun

Wirkungsweise erklärt:

CS-Gas Abwehrsprays wirken √ľber das Schmerzzentrum des Menschen. Da Drogen wie Alkohol und Co. das Schmerzempfinden vermindern oder fast ausschalten k√∂nnen, sollte dies bei der Wahl der Selbstverteidigungswaffe ber√ľcksichtigt werden.

Gegen Tiere oder genauer gesagt Hunde kann CS-Gas prinzipiell eingesetzt werden. Die Wirkung ist ähnlich wie beim Menschen.

Mögliche Anwendung:

CS-Gas wird dem Angreifer ins Gesicht, am besten in die Augen gespritzt. Treffer am Oberkörper funktionieren auch, sind aber nur eine Notlösung, falls der Angreifer weit entfernt steht oder sich schnell bewegt.

Mögliche Verletzungen:

Meistens entstehen bei der Anwendung von CS-Gas keine lang anhaltenden Schäden. In seltenen Fällen kommt es zu allergischen Reaktionen und Asthmatiker können unter starker Atemnot leiden.

Expertenrat:

Pfeffersprays sind effektiver als CS-Gas. Sie greifen die Schleimhäute besser an und setzen Gegner damit schneller außer Gefecht. Außerdem gibt es Menschen, die gegen CS-Gas immun sind. Deshalb empfehlen wir den Kauf von Pfeffersprays.

Pfefferpistole РGänzlich unbekannt:

Pfefferpistole

Eine Weiterentwicklung von klassischen Abwehrsprays sind die in Deutschland noch immer relativ unbekannten Pfefferpistolen. Dabei vereinen sie die Vorteile von Schreckschusspistolen als auch normalen Sprays.

Der gro√üe Vorteil dieser Selbstverteidigung-Waffe liegt im abschreckend wirkenden Design gepaart mit bis zu 7 m gro√üen Reichweite der integrierten Pfefferpatronen. Nicht verwechseln sollte man Pfefferpistolen mit Schreckschusswaffen samt Pfeffermunition.

Vorteile:

  • einfache Handhabung
  • geringes Verletzungsrisiko

Nachteile:

  • kann mit echter Waffe verwechselt werden und so zu unangenehmen Situationen mit der Polizei oder unbeteiligten Zeugen f√ľhren

Wirkungsweise erklärt:

In den verbauten Patronen ist der Wirkstoff Capsaicin enthalten. Dieser sorgt f√ľr eine Entz√ľndungsreaktion in der Haut und Schleimhaut. So werden Angreifer effektiv au√üer Gefecht gesetzt. Mehr dazu im unten verlinkten Video:

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√úberzeuge dich mithilfe dieses Videos selbst von der Wirkungsweise.

Mögliche Anwendung:

Pfefferpistolen funktionieren im Grunde genommen wie Abwehrsprays. Allerdings gibt es ein paar Unterschiede. So sind in den normalen Modellen Patronen verbaut, welche beim Bestätigen des Abzugs ausgelöst werden.

Dadurch entsteht ein extrem hoher Druck, der eine Strahlgeschwindigkeit von bis zu 180 km/h ermöglicht. Dadurch ist die Reichweite etwas besser als bei Pfeffersprays. Bis zu 7 m kann man mit solchen Modellen weit schießen.

Mögliche Verletzungen:

Aufgrund der hohen Strahlgeschwindigkeit kann es hier durchaus schnell zu Verletzungen an den Augen kommen. Sollte man sich aus relativ kurzer Distanz verteidigt haben, können auch lang anhaltende Schäden beim Angreifer entstehen.

Ansonsten hat man das gleiche Verletzungsbild wie bei Abwehrsprays. Es können allergische Reaktionen entstehen und Asthmatiker können Atemnot bekommen.

Wichtiger Hinweis:

Pfefferpistolen können im Eifer des Gefechts mit einer echten Waffe verwechselt werden. Daher kann es zu unangenehmen Situationen mit der Polizei oder unbeteiligten Zeugen kommen.

Elektroschocker – Der Gef√ľrchtete:

Elektroschocker-und-Viehtreiber

In Deutschland sind Elektroschocker zwar als Selbstverteidigungswaffe zugelassen, doch sie fristen nur ein Nischendasein. Das hat gleich mehrere Gr√ľnde.

So muss der Umgang vern√ľnftig und vor allem auch regelm√§√üig trainiert werden. Au√üerdem funktionieren sie aufgrund von diversen Faktoren nicht immer und die verbaute Sicherung stellt beim schnellen Reagieren auf einen Angriff ein enormes Hindernis dar.

Zudem ist der Stromimpuls, der in Deutschland zugelassenen Ger√§te sehr gering und durch dringt dickere Kleidungsst√ľcke oft gar nicht.

Vorteile:

  • wirken sehr abschreckend
  • Angreifer kann au√üer Gefecht gesetzt werden

Nachteile:

  • regelm√§√üiges Training notwendig
  • hier zugelassene Modelle sind relativ schwach
  • Anwendung nur m√∂glich bei direktem Kontakt mit dem Angreifer

Wirkungsweise erklärt:

Elektroschocker erzeugen wie der Name schon verr√§t einen elektrischen Impuls, der den Angreifer bei direkter Ber√ľhrung Schaden zuf√ľgt. Dabei variiert die Bandbreite von einem kleinen Schreck bis hin zu heftigen Muskelkr√§mpfen.

Wichtigere Hinweis:

Taser d√ľrfen hierzulande nicht von Privatpersonen benutzt werden. Sie fallen unter das Verbot von Distanz-Elektroimpulsger√§ten. Lediglich von manchen Polizeieinheiten werden sie eingesetzt.

Mögliche Anwendung:

Um sich in einer Notwehrsituation mit einem Elektroschocker vern√ľnftig verteidigen zu k√∂nnen, muss man einige Punkte beachten. Um diese Selbstverteidigungswaffe einsetzen zu k√∂nnen, muss man den Gegner ber√ľhren k√∂nnen.

Empfehlenswert sind hierbei alle Stellen, die nicht von Kleidungsst√ľcken bedeckt sind. In der Regel konzentriert man sich daher auf den Halsbereich. W√§hrend der warmen Sommermonate bieten sich aber auch die Schultern, Arme und Beine an.

Mögliche Verletzungen:

Bei der Anwendung eines Elektroschockers als Selbstverteidigungswaffe können leichte bis schwere Verletzungen entstehen. Im Extremfall kann man auch sterben. Aufgrund der geringen Leistung ist dies mit den in Deutschland erhältlichen Modellen aber schwierig umzusetzen. Vorsicht sollte aber geboten sein.

Expertenrat:

Es gibt bessere und effektivere Selbstverteidigungswaffen. Hier √ľberwiegen leider die Nachteile und aufgrund dessen k√∂nnen wir den Kauf nicht empfehlen.

Kubotan & Tactical Pen – Die Unscheinbaren:

 Kubotan und Tactical Pen

Bei einem Kubotan handelt es sich um einen kleinen Stab, der in der Regel aus Metall gefertigt ist. Diese Selbstverteidigungswaffe ähnelt von der Form und Größte her einem Kugelschreiber, weswegen man irgendwann beide Produkte miteinander kombiniert hat.

Entstanden ist so der Tactical Pen. Ein stabiler Kugelschreiber aus Metall, der sich genauso wie ein Kubotan einsetzen l√§sst, nur deutlich unauff√§lliger mitgef√ľhrt werden kann. Bei beiden Selbstverteidigungswaffen handelt es sich um reine Nahkampfinstrumente f√ľr ge√ľbte Anwender.

Vorteile:

  • klein & handlich
  • kann verdeckt eingesetzt werden

Nachteile:

  • regelm√§√üiges Training notwendig
  • direkter Kontakt zum Angreifer ben√∂tigt

Rechtliche Hinweise:

In Deutschland f√§llt der Kubotan nicht unter das Waffengesetz, da er weder als Hieb- noch als Stichwaffe gilt. Daher darf er in der Regel ohne rechtliche Einschr√§nkungen in der √Ėffentlichkeit mitgef√ľhrt werden.

Wirkungsweise & mögliche Anwendung:

Bei einem Kubotan oder auch Tactical Pen handelt es sich um eine Waffe, die als Kraftverst√§rker f√ľr die Hand genutzt wird. Ziel ist es Nervendruckpunkte des Angreifers zu treffen. Haupts√§chlich handelt es sich hierbei um die Rippenb√∂gen, die Kniekehle oder die Kehlkopfgrube. Alle diese Punkte sind sehr wirksam, da absolut schmerzempfindlich.

Mögliche Verletzungen:

Die kleinen Stifte und Stäbe wirken auf den ersten Blick absolut harmlos. Leider kommt es in Selbstverteidigungssituationen immer mal wieder zu kleineren und größeren Verletzungen.

Besonders Stiche an die Schl√§fe, die Augen oder die Ohren k√∂nnen zu lebensgef√§hrlichen Verletzungen f√ľhren. Daher ist es prinzipiell auch m√∂glich dauerhafte Sch√§den zu erzeugen. Vorsicht ist beim Umgang also geboten. Regelm√§√üiges Training ist aufgrund dessen absolute Pflicht.

Schrillalarm – optimal geeignet f√ľr Kinder & Senioren:

Taschenalarm

Ein Taschenalarm ist ein kleines technisches Ger√§t mit einer gigantischen akustischen Wirkung. Man k√∂nnte sozusagen von einer Alarmsirene f√ľr die Hosentasche sprechen. Eine legale Selbstverteidigungswaffe, die speziell f√ľr √Ąltere und k√∂rperlich schwache Menschen konzipiert wurde.

Vorteile:

  • kinderleichte Bedienung
  • gut geeignet f√ľr Senioren und Kinder
  • klein & handlich

Nachteile:

  • basiert ausschlie√ülich auf Abschreckung und Aufmerksamkeit
  • sollte mit zus√§tzlicher Selbstverteidigungswaffe kombiniert werden

Rechtliche Hinweise:

Ein Schrillalarm unterliegt in Deutschland nicht dem Waffengesetz. Daher gibt es in der Regel keine Einschr√§nkungen beim F√ľhren und dem Erwerb. Gerade f√ľr Senioren und Kinder sind diese kleine Helferlein unschlagbar.

Wirkungsweise erklärt:

Taschenalarme sind entweder batteriebetrieben oder mit Gas gef√ľllt. Bei beiden Varianten steht die Erzeugung eines akustischen Warntons im Vordergrund. Durch den Schockmoment sollen Angreifer irritiert oder im besten Fall vertrieben werden.

Korrekte Anwendung:

Viel falsch machen kann man beim Benutzen nicht. Wichtig ist, dass das Gadget im Bedarfsfall schnell erreichbar ist. Hier kommt die Kombination aus Schnelligkeit und Überraschungsmoment zu tragen. Da sich nicht jeder Angreifer auf diese Weise vertreiben lässt, sollte man zusätzlich noch eine Selbstverteidigungswaffe dabei haben. Hier bieten sich Abwehrsprays an.

Mögliche Verletzungen:

Bei der Anwendung eines Taschenalarms sollte es in der Regel nicht zu Verletzungen kommen. Sollte dieser jedoch zu nah am Trommelfell des Angreifers aktiviert worden sein, kann es theoretisch zu einer Verletzung am Ohr kommen.

Expertenrat:

Gerade Kinder und Senioren sind mit einem Taschenalarm bestens bedient. Die laute Alarmsirene vertreibt Angreifer zuverlässig und die Handhabung ist kinderleicht. Zudem kosten sie wenig, nehmen kaum Platz weg und sind bei Angreifern relativ unbekannt.

Alles in einem sind daher ein ‚ÄěMust-have‚Äú im Verteidigungskonzept. Es empfiehlt sich die Kombination mit einer legalen Selbstverteidigungswaffe wie Pfefferspray. So ist man f√ľr den Verteidigungsfall bestens gewappnet

Teleskopschlagstock – eine bedingt legale Selbstverteidigungswaffe:

Teleskopschlagstock

In Zusammenhang mit Selbstverteidigungswaffen liest man von Schlagst√∂cken relativ wenig. Das ist nicht weiter verwunderlich. Sie sind bei korrekter Handhabung zwar √ľberaus effektiv, kleine Fehler verzeihen sie aber nicht.

Aufgrund dessen finden sie fast ausschließlich im professionellen Bereich Anwendung. Außerdem gelten besondere rechtliche Einschränkungen und der Trainingsaufwand ist hoch.

Vorteile:

  • sehr abschreckend
  • blocken von Angriffen m√∂glich
  • entwaffnen der Gegner m√∂glich

Nachteile:

  • regelm√§√üiges Training ist ein Muss
  • kann schwere bis t√∂dliche Verletzungen verursachen

Wirkungsweise erklärt:

Der Einsatz von Teleskopschlagstöcken wird oft relativ simpel mit folgender Definition erläutert: Durch gezielte Schläge kann es gelingen den Angreifer zu entwaffnen oder in die Flucht zu schlagen.

Allerdings können mit einem Schlagstock auch Schläge geblockt und Angreifer gezielt entwaffnet werden. Letzteres bezieht sich meist auf Messer und andere Hieb- und Stichwaffen. Im Grunde genommen ist ein Schlagstock eine bedingt legale Selbstverteidigungswaffe mit einem breiten Repertoire an Verteidigungs-Möglichkeiten.

Expertenrat:

Totschläger und Stahlruten solltest du nicht mit Schlagstöcken verwechseln. Diese beiden Waffen sind in Deutschland illegal.

Mögliche Handhabung:

Der richtige Umgang mit einem Teleskopschlagstock ist relativ schwer zu erlernen und kann hier nicht in wenigen Sätzen erklärt werden. Gesagt sei aber, dass man sich mit den Trefferzonen am menschlichen Körper auseinandersetzen muss.

Zudem werden in Trainings Techniken zur Abwehr von Waffen sowie zum Entwaffnen des Gegners trainiert. Auch das Sch√ľtzen des eigenen K√∂rpers durch gezieltes Blocken geh√∂rt zu den Grundlagen.

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Schlagstock f√ľr Einsatzkr√§fte samt Abwehrtechniken vorgestellt

Mögliche Verletzungen:

Der Einsatz von Schlagst√∂cken kann zu einfachen bis hin zu schweren Verletzungen f√ľhren. Bei Schl√§gen wie zum Beispiel gegen den Kopf kann es sogar zum Tod kommen. Daher ist ein Schlagstock immer als t√∂dliche Waffe zu betrachten.

Schl√§ge gegen Muskelgruppen f√ľhren meist zu starken Prellungen, Bluterg√ľssen und Knochenbr√ľche. Erwischt man hingegen Gelenke k√∂nnen diese dauerhaft gesch√§digt werden. Treffer zum Beispiel im Bereich der Wirbels√§ule, dem Genick oder dem Hals k√∂nnen zu L√§hmungen f√ľhren. Der richtige Umgang sollte also sitzen.

Expertenrat:

Wir empfehlen Schlagst√∂cke als Selbstverteidigungswaffe ausdr√ľcklich nicht. Die Handhabung muss sitzen und kleinste Fehler k√∂nnen zu schweren Verletzungen f√ľhren.

Tonfa РNur mit rechtlichen Einschränkungen als Selbstverteidigungswaffe nutzbar

Tonfa

Diesen speziellen Schlagstock kennen viele Menschen von Großveranstaltungen. Die Bereitschaftspolizei trägt diese Waffe (Mehrzweckeinsatzstock) aufgrund der abschreckenden Wirkung und den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten.

Die Stärken eines Tonfa liegen nicht nur beim Schlagen und Blocken. Auch bei Hebeltechniken zur Festnahme oder beim Einschlagen von Scheiben kann diese nur bedingt legale Selbstverteidigungswaffe eingesetzt werden.

Vorteile:

  • sehr abschreckend
  • blocken von Angriffen m√∂glich
  • entwaffnen der Gegner m√∂glich

Nachteile:

  • regelm√§√üiges Training ist ein Muss
  • kann schwere bis t√∂dliche Verletzungen verursachen

Wirkungsweise erklärt:

Ein Tonfa wird nicht ausschlie√ülich f√ľr Schl√§ge genutzt. Mithilfe dieser bedingt legalen Selbstverteidigungswaffe k√∂nnen Angriffe geblockt, Gegner entwaffnet und Hebeltechniken eingesetzt werden. Der Wirkungsradius ist also sehr gro√ü.

Mögliche Anwendung:

Die korrekte Handhabung eines Tonfas ist sehr komplex und aufgrund dessen nur mit viel Zeiteinsatz zu erlernen. Daher kann man hier nur ein paar Grundsätze erläutern.

Man sollte sich zu Beginn die Trefferzonen am menschlichen K√∂rper gut einpr√§gen. In weiteren Trainingseinheiten wird dann auf alle verf√ľgbaren Techniken zum Schlagen, Blocken, Entwaffnen und Hebeln eingegangen.

Mögliche Verletzungen:

Bei dem Einsatz eines Tonfas k√∂nnen viele unterschiedliche Verletzungen beim Angreifer entstehen. Meistens f√ľhren Treffer bei den Muskelgruppen zu starken Prellungen, Bluterg√ľssen oder auch Knochenbr√ľche. Besonders gro√üe und lang anhaltende Sch√§den entstehen zum Beispiel bei Treffern an den Gelenken oder der Wirbels√§ule. Kopftreffer k√∂nnen auch beim Tonfa t√∂dlich enden.

Expertenrat:

Der Trainingsaufwand mit einem Tonfa ist immens. Die Techniken sind schwer zu erlernen. Zudem k√∂nnen schwere bis t√∂dliche Verletzungen entstehen – das f√ľr diese Selbstverteidigungswaffe keine Empfehlung ausgesprochen wird, sollte klar sein.

Stabtaschenlampen – Die vielseitig nutzbaren:

Stabtaschenlampe

Stabtaschenlampen werden nicht nur von Wachleuten genutzt. Auch immer mehr Urbexer haben die klobigen Taschenlampen f√ľr sich entdeckt. Sie haben eine hohe Leuchtkraft und mit ihnen k√∂nnen problemlos gro√üe Fl√§chen ausgeleuchtet werden. Au√üerdem ist die Ausstattung gigantisch. So gibt es meist eine Ladestandanzeige, kratzfestes Glas, eine Blitzlichtfunktion, eine SOS-Funktion sowie ein wasserdichtes Geh√§use.

Des Weiteren kann man die Stableuchte mit dem Kauf von passendem Zubeh√∂r an die eigenen Bed√ľrfnisse anpassen. So sind besonders G√ľrtelhalterungen und Handschlaufen sehr beliebt. Aber auch Warnstabsaufs√§tze, Wandhalterungen und Glasbrecher-Aufs√§tze sind sinnvolle Dinge zum Aufr√ľsten der Stablampe. Es handelt sich also um ein Gadget, mit dem man sich detaillierter auseinandersetzen kann.

Vorteile:

  • bei einem Angriff direkt in der Hand
  • das Blitzlicht ist effektiv
  • notfalls kann die Leuchte als Schlagstockersatz dienen

Nachteile:

  • regelm√§√üiges Training ist ein Muss
  • kann schwere bis t√∂dliche Verletzungen verursachen

Wirkungsweise erklärt:

Aufgrund der Bauform kann man die praktischen Lampen als Schlagwaffe nutzen. Dies ist aber eine sehr primitive M√∂glichkeit. So besitzen die Lampen eine Stroboskop-Funktion. Das Blitzlicht kann in Windeseile aktiviert werden und sorgt f√ľr ein Blenden des Angreifers. Au√üerdem wird dieser kurz orientierungslos und man kann diesen Moment f√ľr die Flucht nutzen.

Mögliche Anwendung:

Der richtige Einsatz der Blitzlichtfunktion ist eigentlich selbsterklärend. Man sollte den Angreifer mit dem blitzenden Lichtstrahl im Gesicht treffen und ein ihn paar Sekunden einwirken lassen. Dann nimmt man die Beine in die Hand und gibt Hackengas. Schließlich geht Flucht vor Kampf.

M√∂chte man die Stableuchte als Schlagwaffe nutzen, eignen sich die gro√üen Muskelgruppen am Oberschenkel oder Oberarm als Trefferfl√§che. Allerdings muss das Zuschlagen trainiert werden. Man darf dabei die Deckung nicht aufheben und das Treffen ist gar nicht so leicht. Au√üerdem lernt man den Einsatz von Block-, Entwaffnungs- und Hebeltechniken nur mit Praxis√ľbungen.

Entstehende Verletzungen:

Die Stroboskop-Funktion sorgt nur f√ľr eine starke Blendwirkung. Langanhaltende Sch√§den sind dabei eher selten. Das gilt aber nicht, wenn man die Stableuchte als Schlagstock nutzt. Hier kann es zu schweren Verletzungen kommen. Von Bluterg√ľssen √ľber Prellungen bis hin zu schweren Blessuren ist hier alles m√∂glich.

Was sollte man noch √ľber legale Waffen wissen?

FAQ

Immer mal wieder bekommen wir Fragen zu den Verteidigungswaffen gestellt. Ein paar davon sind so interessant, dass wir sie hier samt unseren Antworten veröffentlicht haben. So profitierst du auch du von unseren Antworten und nicht nur der Fragesteller. Lesen lohnt sich!

ūüí∂ Wie teuer sind Selbstverteidigungswaffen?

Um sich in einer Notlage effizient verteidigen zu k√∂nnen, muss man nicht viel Geld ausgeben. Abwehrsprays bekommt man n√§mlich bereits f√ľr weniger als 5 Euro im Laden um die Ecke. F√ľr etwa doppelt so viel Geld kann man schon einen Kubotan oder einen taktischen Kugelschreiber kaufen. G√ľnstige Teleskopschlagst√∂cke und Tonfas fangen etwa bei 15 Euro an. Quarzsandhanschuhe kann man ab etwa 20 Euro erwerben.

Die hocheffizienten Pfefferspraypistolen bekommt man ab etwa 40 Euro. Je nach Modell können aber auch mehrere Hundert Euro fällig werden. Elektroschocker und die meisten Stabtaschenlampen liegen je nach Hersteller in einem preislichen Rahmen von 60 bis 120 Euro. Real Action Marker und Schreckschusswaffen beginnen etwa bei 100 Euro. Sie können aber auch schnell mehrere Hundert Euro teuer werden.

ūü§Ē Wie effektiv sind freie Waffen?

Wer bei der Auswahl keinen Schnitzer gemacht hat, braucht sich um die sch√ľtzende Wirkung bei einem Angriff nicht zu f√ľrchten. Allerdings sind die in Deutschland frei verk√§uflichen Waffen etwas schwach auf der Brust. Dies ist aber bei Weitem nicht so schlimm, wie man meinen k√∂nnte. Schlie√ülich gibt es f√ľr jedes Anwendungsgebiet und auch jeden Kampfabstand die passende Bewaffnung.

F√ľr den Kampf auf Distanz bieten sich Steinschleudern, Armbr√ľste, B√∂gen und auch RAM-Waffen an. Allerdings will der Umgang gelernt sein. Zielen und Schie√üen ist nicht so einfach, wie es ausschaut. Gerade unter Stress und Angst vergisst man oft wichtige Schritte. Regelm√§√üiges Training ist hier also das A & O. Dann hat man auch im Ernstfall keine Probleme.

Im Nahkampf kann man sowohl auf Selbstverteidigungstechniken als auch verschiedenste Waffen setzen. Je nach Abstand zum Angreifer hat man die Qual der Wahl. Besonders g√ľnstig und effektiv sind Pfeffersprays, CS-Gas-Sprays und auch Pfefferpistolen. Auch Schreckschusswaffen funktionieren, dank ihrer abschreckenden Wirkung ganz gut. Geht es dann wirklich zur Sache bieten sich taktische Kugelschreiber oder auch ein normaler Kubotan an.

Im Gro√üen und Ganzen l√§sst sich daher sagen, dass alle freien Waffen ihren Sinn und Zweck erf√ľllen. Man muss allerdings genau wissen gegen was und wo man sich verteidigen m√∂chte. Nur so kann die passende Selbstverteidigungswaffe ausw√§hlen. Wer sich bez√ľglich der m√∂glichen Bedrohung unsicher ist oder einen Allesk√∂nner sucht, greift zum Pfefferspray oder eine Pfefferpistole.

‚ĚĒ Wie schaut es mit Schusswaffen zur Heimverteidigung aus?

Von Schreckschusswaffen als auch Pfefferspraypistolen sind wir in puncto Heimverteidigung nicht √ľberzeugt. Haupts√§chlich liegt dies am Pfeffernebel, der in geschlossenen R√§umen auch den Verteidigenden negativ beeintr√§chtigen wird. Eine etwas bessere Figur machen hierbei RAM-Waffen mit Pepper-Dust-Munition (Pfefferpulverkugeln).

Richtige Schusswaffen sind absolut nicht zu empfehlen. Von den rechtlichen Einschr√§nkungen einmal abgesehen, kann es hier zu unn√∂tig schweren Verletzungen oder gar zum Tod des Einbrechers / Angreifers kommen. Au√üerdem eskalieren Situationen mit dem Ziehen von Schusswaffen tendenziell schneller. Daher sollte deren Anschaffung und Einsatz gr√ľndlich durchdacht werden.