Selbstverteidigungskurse für Frauen: 5 elementare Dinge, die du wissen musst!

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Als Frau ist man Angreifern oft physisch unterlegen und wird dadurch schnell zum Opfer. Aber nicht nur körperliche Angriffe sind ein weit verbreitetes Phänomen. So kommt es inzwischen auch vermehrt zu psychischer Gewalt. Dagegen gilt es sich zu schützen.

Eine einfache und effiziente Möglichkeit stellt dabei ein Selbstverteidigungskurs für Frauen dar. Darin lernt man nicht nur, wie man sich erfolgreich schützt, sondern auch wie man sich in gefährlichen Situationen selbst behauptet.

Woran man einen guten Selbstverteidigungskurs erkennt, wie man den Überblick bei all den Kursanbietern behält und was es sonst noch so zu wissen gibt, verraten wir in diesem umfangreichen Ratgeber.

Was lernt man alles bei einem Kurs für Frauen?

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Hier handelt es sich um einen speziell auf Frauen und deren Bedürfnisse zugeschnittenen SV-Kurs. Dieser hilft dir dabei, dich und deine Liebsten im Ernstfall schützen zu können. Dabei erlernst du aber nicht nur körperliche Techniken, sondern auch wie man sich erfolgreich selbst behaupten kann.

Das ist gerade als Frau besonders wichtig. Wer selbstbewusst und zielgerichtet auftritt, schreckt Täter ab. Schließlich sind diese auf der Suche nach Opfern und nicht nach ebenbürtigen Kontrahenten. Selbstbehauptung ist also ein Grundpfeiler in der effektiven und mehrdimensionalen Selbstverteidigung.

Ebenso gehören zu den Selbstverteidigungskursen für Frauen Schulungen über die aktuelle Rechtslage. Darin lernst du, was erlaubt ist und was man lieber nicht machen sollte.

In vielen Kursen wird auch auf Waffen und Selbstschutzmittel eingegangen. So lernst du wie man Pfefferspray, einen Kubotan oder zum Beispiel einen Taschenalarm einsetzt. Oft werden auch exotische und gerade für Frauen interessante Gadgets wie ein Sicherheitsschirm oder eine Pfeffersprühpistole vorgestellt.

Die Inhalte auf einen Blick:

  • Konfliktbewältigung und -vermeidung
  • Einfache, aber trotzdem effektive Techniken
  • Rechtsschulung
  • Abbau von Schlaghemmungen
  • Erkennen von gefährlichen Situationen
  • Waffenhandling

Wie wird das Wissen vermittelt?

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Handpratzen zum Abbau von Schlaghemmungen.

Unterrichtet wird meist mithilfe von Rollenspielen, Übungskämpfen und kleineren Tests. Um das Ganze möglichst realitätsnah zu gestalten, werden Übungswaffen, Dummys, Handpratzen, Schlagpolster und andere Tools verwendet. Für die Schulungen im Rechtsbereich werden häufig Präsentation mit konkreten Fallbeispielen eingesetzt.

Wie lange dauert ein Selbstverteidigungskurs für Frauen?

Hierauf gibt es keine klare Antwort. Hast du nur wenig Zeit oder möchtest einfach nur ein oder zwei Tage für die Ausbildung investieren, solltest du einen Crashkurs besuchen. Diese werden relativ häufig und zudem in jeder größeren Stadt angeboten.

Hier lernst du die Grundlagen und kannst dich im Ernstfall verteidigen. Möchtest du dein Wissen vertiefen oder hast Spaß an der Sache gefunden, solltest du dir Kurse ansehen, die über einen längeren Zeitraum gehen.

Hat dich hingegen das Kampffieber getroffen, solltest du passende Kampfsportarten zur Selbstverteidigung in Betracht ziehen. Hierfür bieten sich Krav Maga, Wing Chun oder auch Kickboxen an.

Allerdings solltest du für deren Ausübung über genügend freie Zeit verfügen. Zudem braucht es für das Hobby Kampfsport auch sportlichen Willen und echten Ehrgeiz. Auch mit Schmerzen und kleineren Verletzungen solltest du umgehen können.

Wer veranstaltet solche Kurse?

SV-Kurs

Es gibt eine ganze Menge an Anbietern, die Selbstverteidigungskurse für Frauen veranstalten. Da wären Kampfsportschulen, Kampfsportvereine und Selbstverteidigungstrainer. Zudem gibt es noch Onlinekurse, Bücher und DVDs. Die Bandbreite ist also alles andere als gering.

Möchte man relativ wenig Geld ausgeben, sollte man sich die Kurse von Vereinen näher anschauen. Hier bekommt man erprobtes Wissen von erfahrenen Kampfsportlern. Zudem gibt es Praxis-Übungen und man trifft sich mit Gleichgesinnten.

Neben den Vereinen gibt es auch auf Selbstverteidigung spezialisierte Schulen und Trainer. Diese bieten für etwas mehr Geld, sehr informative und außerdem effektive Selbstverteidigungskurse für Frauen an.

Warum dem so ist? Weil sich hier meist mehrere Experten aus der Psychologie, dem Kampfsport sowie dem behördlichen Einsatztraining zusammen getan haben, um einen Kurs zu entwickeln.

Leider gibt es nicht in jeder Stadt spezialisierte Anbieter, die einen vor Ort schulen können. Um dieses Problem zu lösen, gibt es aber auch die Möglichkeit Online-Kurse zu besuchen. Wer möchte, kann sich auch Bücher oder DVDs zulegen und diese dann durch ackern. Alternativ hilft auch unser Ratgeber „Selbstverteidigung für Frauen“ weiter.

Eines haben diese Varianten, aber gemein: Die Rede ist vom fehlenden Training. Solange es geht, sollte das Besuchen eines Selbstverteidigungskurses für Frauen oberste Priorität haben. Die darin erlangten Erfahrungen helfen einem im Ernstfall, nämlich wirklich weiter.

Woran erkennt man einen guten Kurs?

Das ist eine wirklich gute Frage, die man nur schwer beantworten kann. Grundsätzlich sollte man einen Blick auf die Zertifikate des Anbieters werfen. Auch ein Blick in Foren und Bewertungsportale kann nicht schaden.

Hier erhält man oft spannende Einblicke in die Qualität und die vermittelten Fähigkeiten. Außerdem kann man sich einen guten Überblick über die verschiedenen Anbieter in der eigenen Stadt verschaffen.

Zu guter Letzt sollte man noch die Qualifikationen des Trainers prüfen. Gute Instruktoren erkennt man an ihrer Kampfsporterfahrung oder ihrem beruflichen Werdegang.

Ist der Coach in der Vergangenheit für Behörden tätig gewesen oder kümmert sich um die einsatzbezogene Ausbildung bei einer Sicherheitsfirma, kann man getrost davon ausgehen, das er etwas von seinem Handwerk versteht. Das gilt übrigens auch, wenn er über höhere Gürtelgrade und spezielle Lehrgänge als Kampfsportler verfügt.

Gut zu wissen:

Selbstverteidigungsanbieter, die Wert auf hohe Qualitätsstandards legen sind oft Mitglied beim Bundesverband Selbstverteidigung e.V. Dieser lizenziert außerdem auch Trainer zur Frauen-Selbstverteidigung und bildet diese auf Wunsch auch aus.

Unser kleines FAQ zum Abschluss:

Selbstverteidigungskurs-training

Zum Abschluss dieses kleinen Ratgebers möchten wir noch alle wichtigen Fragen rund um diese Thematik beantworten. So bist du optimal vorbereitet, um den zu dir und deinen Wünschen passenden Kurs zu finden.

Was kostet ein SV-Kurs für Frauen?

Je nach Dauer und Länge variieren die aufgerufenen Preise. Crashkurse kosten in der Regel um die 25 bis 50 Euro. Kurse, die über mehrere Tage gehen, beginnen in der Regel bei einem Preis von 100 Euro.

Grundsätzlich gilt hier, dass Kampfsportvereine am günstigsten sind. Spezialisierte Anbieter hingegen verlangen meist etwas mehr. Der Aufpreis lohnt aber in der Regel.

Veranstaltet die Polizei Selbstverteidigungskurse für Frauen?

Ja, das tut sie. Allerdings finden solche Kurse nur selten statt. Möchtest du dich hier detaillierter informieren, solltest du bei einer Dienststelle vor Ort anrufen. Zentrale Anlaufstellen für dieses Thema existieren bei der Polizei nämlich nicht. Jede Dienststelle trifft hier ihre eigenen Entscheidungen.

Steigern Selbstverteidigungskurse auch die Kondition?

In gewisser Weise schon. Allerdings liegt der Schwerpunkt natürlich auf Techniken zum Selbstschutz. Die Steigerung der körperlichen Ausdauer gehört also nicht zum Trainingsziel.

Möchtest du den Hauptfokus auf Fitness und nicht auf deine Verteidigungsfähigkeiten legen, kannst du dir z. B. die Fitness-Kampfsportart Tae Bo näher anschauen.

Über Fabian Wüst, Coach & Berufswaffenträger 80 Artikel
Er ist erfolgreicher Trainer in Sachen Selbstverteidigung und sammelte wichtige Erfahrungen als Geldtransporterfahrer, Bahnschutzmitarbeiter und Objektschützer für das Militär. Auf dieser Webseite teilt er sein erlangtes Know How mit dir. Sein Motto lautet: Schütze Dich und Deine Liebsten.