Selbstverteidigung für Senioren: Tipps, Tricks, Waffen & häufige Fehler!

Selbstverteidigung für Senioren

Immer mehr ältere Menschen haben Angst davor ihre Wohnung in der Dunkelheit zu verlassen. Zu groß scheint die Gefahr überfallen oder angegriffen zu werden. Selbst der abendliche Spaziergang durch den Wald scheint plötzlich eine schlechte Idee zu sein. Doch als Rentner braucht man sich nicht als potenzielles Opfer zu sehen.

Zwar ist man lange nicht mehr so kräftig oder schnell wie ein Jungspund, aber mithilfe von ein paar einfachen Techniken kann man sich gut gegen Angreifer zur Wehr setzen. Zum Glück braucht man für die erfolgreiche Selbstverteidigung als Senior nicht allzu viel Kraft oder gar die Beweglichkeit eines jungen Menschen.

In diesem Ratgeber erklären wir dir, welche Waffen man als Senior problemlos einsetzen kann und wie man gefährliche Situationen erkennt und natürlich erfolgreich meidet. Außerdem geben wir dir Tipps an die Hand, wann ein Selbstverteidigungskurs für Senioren eine gute Wahl darstellt und welche Fehler man in puncto Selbstschutz vermeiden sollte.

Alles Wichtige auf einen Blick:
  • Selbstverteidigungstipps: Die richtige Stimme, Körperhaltung & Ausstrahlung schrecken viele Angreifer bereits im Vorfeld ab. Grundsätzlich geht Flucht vor Kampf. Sollte es doch zu einem kommen, gleichen Selbstverteidigungswaffen die fehlenden körperlichen Fähigkeiten aus.
  • Waffen für Senioren: Sicherheitsschirme, Abwehrsprays, Pfefferpistolen, Schrillalarme & taktische Taschenlampen
  • Kampfsportarten ab 60: Wing Chun, Aikido & Kyusho Jitsu

Gefährliche Situationen erkennen & richtig handeln:

Das oberste Ziel in Sachen Selbstschutz ist nicht der Kampf. Vielmehr geht es um die Vermeidung von gefährlichen Situationen. Damit gemeint ist aber nicht, dass man die eigenen 4 Wänden nicht mehr verlassen darf. So sollte man mit einer gesunden Portion Skepsis auf ungewöhnliche Situationen und Verhaltensweisen reagieren. Gerade bei Senioren ist Selbstverteidigung weit mehr als der Schutz gegen körperliche Übergriffe.

Erhöhte Aufmerksamkeit ist beispielsweise während und kurz nach dem Geld abheben gefragt. Schließlich nutzen viele Diebe den Moment, um alten Leute das frisch geholte Geld zu stehlen. Abhilfe schafft hierbei ein Begleiter. Ob es sich dabei um einen Menschen oder einen Hund handelt, ist nicht entscheidend. Bereits die Gefahr, dass der Raub länger dauern könnte, hält Ganoven von dem Versuch ab.

Des Weiteren ist Trickbetrug eine Masche, die gerne bei Senioren genutzt wird. So häufen sich Anrufe, wo angebliche Firmenangestellte nach Passwörtern fragen. Aber auch die Vor-Ort-Besuche von vermeintlichen Behördenmitarbeitern werden von Jahr zu Jahr mehr. Dabei ist das Ziel aber nicht immer die Spionage. Häufig warten die uniformierten Diebe nur auf das Öffnen der Tür, um sich Zugang zur Wohnung zu verschaffen.

So oder so sollte man am Telefon oder der Tür niemals vertrauliche Auskünfte geben. Zudem wird man in solchen Fällen meist schriftlich kontaktiert oder direkt in die Bank oder eine Polizeiwache bestellt. Wer zum Beispiel Zweifel daran hat, ob es sich um echte Behördenmitarbeiter handelt, kann die Aussage auch verweigern. Vorsicht ist nämlich immer besser als Nachtsicht, oder etwa nicht?

Gut zu wissen:
Wenn du dich in der Öffentlichkeit bewegst, achte nicht nur auf deine Körperhaltung. Lass deinen Blick schweifen und beobachte alles um dich herum. So erkennst du gefährliche Situation frühzeitig und kannst ihnen einfach aus dem Weg gehen. Dies ist eines der Geheimnisse hinter effektiver Selbstverteidigung für Senioren.

Selbstverteidigungswaffen für jeden Notfall:

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Verteidigungswaffen sind ein sehr gutes Hilfsmittel für Senioren. So können schwindende Kräfte und ein schlechter werdender Bewegungsapparat ausgeglichen werden. Außerdem erhöht man sein Sicherheitsgefühl und kann endlich wieder unbeschwert vor die Tür gehen. Doch welche Selbstverteidigungswaffe ist die Richtige?

Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten. Als Senior hat man die Wahl zwischen Sicherheitsschirmen, Abwehrsprays, Pfefferpistolen, Schrillalarmen & taktischen Taschenlampen. Natürlich gibt es noch weit mehr freie Waffen. Diese sind aber eher für den Nahkampf ausgelegt. Als Senior sollte man diesem aber aufgrund der körperlichen Einschränkungen aus dem Weg gehen.

Verteidigungswaffen für Senioren im Vergleich:

Als besonders effizient und günstig gelten Pfeffersprays. Sie können gegen mehrere Angreifer eingesetzt werden und die Bedienung ist einfach. Allerdings werden viele Angreifer vom bloßen Ziehen nicht mehr abgeschreckt. In so einem Fall sind Pfefferpistolen die bessere Wahl. Mit ihnen lassen sich große Mengen Pfeffer auf bis zu 7 Meter entfernte Ziele schießen.

Besonders interessant sind diese Waffen, da in der Regel keine bleibenden Schäden beim Angreifer entstehen. Ganz anders schaut dies beim Sicherheitsschirm oder einem Spazierstock aus. Zwar sind diese Gegenstände unauffälliger, aber um ein Vielfaches gefährlicher. Zudem können sie einem leicht entrissen werden. Daher sind wir kein Fan von Schlagwaffen für Senioren.

Besser gefallen uns Taschenalarme sowie taktische Taschenlampen. Erstere verscheuchen Angreifer zuverlässig und machen andere auf die Notlage aufmerksam. Allerdings helfen sie einem bei einem direkten Angriff überhaupt nicht. Daher sollte man sie mit einem handelsüblichen Pfefferspray kombinieren. Beide Produkte gibt es daher oft in sehr günstigen Kombi-Packungen. Sparfüchse kommen so auf ihre Kosten.

Ebenfalls eine gute Wahl sind taktische Taschenlampen. Gerade Spaziergänger werden sie zu schätzen wissen. Sie besitzen eine hohe Leuchtweite und dank der Blitzlichtfunkion können Angreifer geblendet werden. Außerdem verlieren diese häufig die Orientierung. Der Augenblick bietet sich für eine Flucht an oder um Hilfe anzufordern. Damit man sich im Ernstfall aber noch verteidigen kann, sollte man ein Abwehrspray mitführen.

Gut zu wissen:
Verteidigungswaffen geben Menschen wertvolle Sicherheit in heiklen Lagen. Allerdings handelt es sich oft nur um ein trügerisches Bild. So verschwinden Abwehrsprays unauffindbar in tiefen Jackentaschen, Pfefferpistolen wurden nie testweise abgefeuert und im Ernstfall findet man nicht mal den Abzug. Daher muss man den Umgang mit Waffen regelmäßig trainieren.

Kampfsport & Selbstverteidigungskurse für Senioren:

Es ist nie zu spät die Grundlagen der Selbstverteidigung zu erlernen. Damit ist aber nicht gemeint, dass man als Rentner zum Kampfsport-Gott wird. Zwar gibt es durchaus Kampfkünste, die auch im hohen Alter mit großem Erfolg ausgeübt werden können, aber für Senioren sind Selbstverteidigungskurse die bessere Wahl. Dort erlernt man nämlich einfache und hocheffektive Verteidigungstechniken.

Der Besuch solch eines Kurses ist aber nur dann sinnvoll, wenn man noch in einer guten körperlichen Verfassung ist. Etwas Kraft braucht man nämlich schon, um die Verteidigungstechniken im Ernstfall anwenden zu können. Allerdings ist selbst der psychologische Teil dieser Veranstaltungen so wichtig, dass ein Besuch Sinn ergibt. Schließlich lernt man dort die Grundlagen in puncto nonverbaler Kommunikation.

Diese helfen einem bei der Selbstbehauptung in gefährlichen Situationen. Oft ist das Wort nämlich die beste Waffe. Sollte es doch einmal nicht genügen, kann man aber auch die gelernten Selbstverteidigungstechniken nutzen. Im Großen und Ganzen schult einem solch ein Kurs in allen wichtigen Selbstschutz-Punkten. Daher sollte man nach Möglichkeit einen Selbstverteidigungskurs für Senioren besuchen.

Gut zu wissen:
Man erlernt durch Kampfsportarten und Selbstverteidigungskurse nicht nur effektive Techniken für den Ernstfall, sondern noch deutlich mehr:

  • Selbsteinschätzung, Selbstsicherheit & gesteigertes Selbstbewusstsein
  • Kraft, Ausdauer & mehr Flexibilität für den Bewegungsapparat
  • Mentale Stärke & Disziplin für neue Herausforderungen

Was man noch wissen muss:

FAQ

Ältere Menschen kontaktieren uns immer wieder aufgrund dieses beliebten Ratgebers. Letztendlich war eine logische Konsequenz dieser vielen Zuschriften das Erstellen eines kleinen FAQ. Im Folgenden findest du die Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen unserer Besucher. So erhältst du noch mehr interessante Informationen über den hocheffizienten Selbstschutz als Senior.

Wie kann man sich als Senior am besten verteidigen?

Es existiert weder die perfekte Waffe, noch die beste Kampftechnik. Eine gute Grundlage bilden mehrtägige Selbstverteidigungskurse und Kampfsportarten für Senioren. Wer diese Techniken und Kenntnisse mit einer Selbstverteidigungswaffe kombiniert, sollte gegen die meisten Ernstfälle gewappnet sein.

Vergessen darf man dabei aber nie, dass man seine Umgebung stets im Auge haben muss. So kann man vielen gefährlichen Situationen aus dem Weg gehen. Prävention ist also Trumpf. Ebenfalls geht Flucht vor Kampf. Weglaufen ist besser als sich körperlich zu verteidigen. Außerdem sollte man in einer Notlage für Aufmerksamkeit suchen. So können andere helfen oder zumindest Hilfe rufen.

Wer darf an einem Selbstverteidigungskurs für Senioren teilnehmen?

Grundsätzlich kann jeder ältere Mensch an solchen Kursen teilnehmen. Man muss weder sportlich sein, noch muss man Erfahrungen mit Waffen oder Kampfsport besitzen. In den Selbstverteidigungskursen für Senioren lernt man, wie man sich mit seinen individuellen Möglichkeiten behaupten und erfolgreich verteidigen kann.

Warum sollte man sich mit dem Thema Selbstverteidigung beschäftigen?

Die Gesellschaft verroht immer mehr. War es früher noch ein Tabubruch alte Leute angreifen oder zu bestehlen, interessiert dies heute keinen mehr. Daher muss man mithilfe von Ratgebern oder Kursen lernen, wie man sich erfolgreich zur Wehr setzt. Das Ganze klingt nämlich leichter als es wirklich ist.

Selbst das Formulieren eines überzeugenden Neins will gelernt sein.
Gleiches gilt für ein selbstbewusstes Auftreten. Zudem sollte man wissen, wie man sich im Ernstfall gegen einen physischen oder seelischen Angriff zur Wehr setzen kann. Zu guter Letzt muss man sich damit beschäftigen, wie man ein Radar für Gefahren entwickeln kann. Nur so gelingt es heiklen Situationen frühzeitig aus dem Weg zu gehen.

Über Fabian Wüst, Coach & Berufswaffenträger 101 Artikel
Er ist erfolgreicher Trainer in Sachen Selbstverteidigung und sammelte wichtige Erfahrungen als Geldtransportfahrer, Bahnschutzmitarbeiter und Objektschützer für das Militär. Auf dieser Webseite teilt er sein erlangtes Know-how mit dir. Sein Motto lautet: Schütze dich und deine Liebsten!