3 effektive Trefferflächen für die Selbstverteidigung auf der Straße!

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Ein Mensch kann Schläge und Tritte in vielen Körperbereichen überraschend gut wegstecken. Daher nutzt die beste Technik nichts, wenn man die falschen Ziele am Körper des Angreifers bearbeitet. Die im Folgenden vorgestellten Bereiche funktionieren bei jedem Typ von Aggressor. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um einen muskelbepackten Mann im besten Alter oder eine ältere, zierliche Frau handelt.

Natürlich lassen sich nicht alle der erläuterten Stellen in einem Straßenkampf ohne Weiteres treffen. Häufig dauert es etwas bis man einen guten Treffer landen kann. Schließlich ist der Angreifer häufig in Bewegung oder steht ungünstig. Sobald man aber die Möglichkeit hat, sollte man die Ziele nach allen Regeln der Kunst attackieren.

Allerdings sollte man dabei immer im Hinterkopf behalten, dass manche von ihnen zu schweren und dauerhaften Schäden führen können. Daher gilt es stets abzuwägen, ob eine bestimmte Technik verhältnismäßig ist oder über das Ziel hinausschießt. Das gilt insbesondere dann, wenn man mit Gegenständen oder Waffen kämpft. Wer dabei unbedacht vorgeht, kann schnell selbst auf der Anklagebank enden.

Der Kopf bietet gleich mehrere Angriffsziele:

Die meisten Menschen denken hier instinktiv an Faustschläge auf die Nase. Solche Techniken kennt man nämlich aus zahlreichen Action-Filmen und Martial-Arts-Serien. Dieses Vorgehen ist aber nicht zu empfehlen. Schließlich rechnen viele Angreifer genau damit und man kann sich sehr stark an der eigenen Hand verletzen. Nicht selten führt genau dies zum Verlieren des Kampfes.

Weit ungefährlicher für den Verteidiger und auch effektiver ist ein gezielter Angriff auf die Augen. Sei es mit einem Pfefferspray oder indem man die Daumen bei einer Umklammerung fest in die Augen drückt. Der Schmerz ist groß und Orientierung wird nachhaltig gestört. Manch ein Angreifer ist danach sogar kampfunfähig.

Allerdings kann das Gegenüber bei solchen Techniken auch erblinden oder sich ernsthafte Verletzungen zuziehen. Dies gilt übrigens, auch wenn man die Ohren anvisiert. Sehr effektiv sind hierbei beidhändige Schläge mit der geöffneten Handfläche. Wer einen Treffer mit den geöffneten Handflächen landen kann, sorgt damit nicht selten zu einem Betäubungseffekt oder einem Trommelfellriss. Oft bricht auch die Ohrtrommel.

Gut zu wissen:
Weiterhin können am Kopf noch die Nase sowie der Unterkiefer attackiert werden. Letzterer kann aus der Verankerung springen oder brechen. Damit kann er vom Angreifer nicht mehr geschlossen werden. Die höllischen Schmerzen und das komische Gefühl sorgen nicht selten für den sofortigen Abbruch des Angriffes.

Der Schritt als einfaches & effektives Ziel:

Bei der Selbstverteidigung auf der Straße gibt es keine Regeln. Das gilt sowohl für den Angreifer als auch den Verteidiger. Daher sollte man nicht versuchen fair zu kämpfen. Weder gibt es einen Schiedsrichter noch sportliche Regeln oder gar Fairness. Daher braucht man sich nicht dafür zu schämen, wenn man den Schritt des Angreifers mit voller Kraft attackiert.

Dabei funktioniert diese Vorgehensweise nicht nur beim männlichen Geschlecht. Auch Frauen empfinden bei Treffern im Intimbereich starke Schmerzen. Allerdings können Männer nach einem ordentlichen Tritt oder Kniestoß für mehrere Minuten kampfunfähig sein. Diese Zeitspanne sollte man nutzen, um die Flucht anzutreten oder Hilfe anzufordern.

Gut zu wissen:
Tritte und Schläge in den Schritt sind bei der Selbstverteidigung auf der Straße eine gute Wahl. Aber auch das feste Hineingreifen kann bei Männern äußerst schmerzhaft sein. Wichtig ist hierbei, dass man keine Hemmungen hat. Es geht schließlich um die eigene Gesundheit.

Der Hals als letzter Ausweg:

Als besonders gute Ziele haben sich im Straßenkampf der Kehlkopf und die Halsschlagader etabliert. Selbst kleinere Menschen können diese Bereiche noch problemlos erreichen und den Angreifer hier empfindlich attackieren. Das liegt nicht zuletzt daran, weil viele Aggressoren nicht mit einem direkten Schlag auf den Hals rechnen.

Allerdings handelt es sich hier auch um einen Trefferbereich, der für langfristige Verletzungen, dauerhafte Schäden oder gar den Tod sorgen kann. Daher sollte der Hals erst dann bearbeitet werden, wenn andere Techniken nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben oder es sprichwörtlich um Leben und Tod geht.

Der Kehlkopf besteht aus 3 Knorpeln und ist bei Männern leicht zu erkennen. Er reguliert den Schluckvorgang und ist enorm wichtig für das Sprechen. Ein Schlag kann dazu führen, dass Knorpelteile absplittern und ins Innere der Luftröhre gelangen. Im Extremfall kann diese sogar vollkommen verstopft werden, dass der Angreifer nicht mehr atmen kann.

Aber auch die 3 Schlagadern am Hals sind effektive und leicht zu treffende Ziele. Allerdings ist hier genauso absolute Vorsicht geboten. Eine Attacke mit der Hammerfaust oder einem Gegenstand kann zu Schwindel, Erbrechen oder dem Tod führen. Oft kommt es auch zu irreparablen Schäden. Der Hals als Ziel dient daher als letzter Ausweg, wenn wirklich nichts anderes mehr funktioniert.

Gut zu wissen:
Der Hals kann in der Selbstverteidigung nicht nur als Ziel genutzt werden. Er eignet sich übrigens auch sehr gut, um Umstehende auf die Notlage aufmerksam zu machen. Schreien ist nämlich weder verboten, noch unnütz. Am besten nutzt man das Wörtchen Feuer anstelle von Hilfe.
Über Fabian Wüst, Coach & Berufswaffenträger 105 Artikel
Er ist erfolgreicher Trainer in Sachen Selbstverteidigung und sammelte wichtige Erfahrungen als Geldtransportfahrer, Bahnschutzmitarbeiter und Objektschützer für das Militär. Auf dieser Webseite teilt er sein erlangtes Know-how mit dir. Sein Motto lautet: Schütze dich und deine Liebsten!