Wand-Boxdummy: Training, Kaufberatung & Anbringung

Wand-Box-Dummy

Hast du schon einmal den Begriff Wand-Box-Dummy gehört oder vielleicht gelesen? Vermutlich eher nicht. Dieses Produkt fristet ein absolutes Nischendasein. Allerdings völlig zu Unrecht. Und das wollen wir mit diesem umfangreichen Guide zumindest ein bisschen ändern.

Worum es sich bei einem Wanddummy überhaupt handelt, worauf man beim Kauf achten sollte und wie man das Trainingsgerät überhaupt richtig anbringt, erfährst du in diesem Ratgeber. Außerdem erklären wir dir noch, was du mit so einem Dummy überhaupt trainieren kannst. Die Praxis kommt also, wie immer nicht zu kurz. Versprochen!

Wanddummy: Was ist das überhaupt?

Selbstverteidigung-weglaufen

Hierbei handelt es sich um einen Boxdummy, den man an der Wand befestigt. Das Trainingsgerät verfügt dabei über keinerlei Standfuß und bildet in der Regel einen menschlichen Oberkörper samt Kopf nach. Arme gibt es dabei meist nicht.

Der große Vorteil liegt in der Wandmontage. Man benötigt hierfür lediglich eine freie Wand und ein bisschen Platz zum Trainieren. Wessen Wohnung klein ist oder wer einfach nicht zu viel Platz verschwenden möchte, ist mit einem Wanddummy bestens beraten.

Gibt es Nachteile gegenüber dem stehenden Boxdummy?

Mit einem Wand-Box-Dummy kann man sehr vielseitig trainieren. Wer allerdings einen großen Boxdummy gewöhnt ist, wird das Schwingen nach links, rechts, vorne und hinten vermissen.

Dadurch wird das Training von Schlägen nicht ganz so realistisch und man trifft zudem auf deutlich mehr Widerstand bei der Durchführung solcher Techniken. Von großem Nachteil sind die beiden Punkte aber nicht.

Außerdem gilt: Wenn man wenig Platz hat, realitätsnah Selbstverteidigung trainieren möchte, hat man keine andere Möglichkeit als einen Boxdummy für die Wand zu kaufen.

Was lässt sich genau trainieren?

Nun aber endlich zum Eingemachten. Mit einem solchen Dummy kann man viele Techniken für die Selbstverteidigung trainieren. Da wären zum einen klassische Schlagtechniken wie der Pressschlag oder eine Gerade. Auch Techniken wie Augenstechen oder Ellbogenstöße lassen sich jederzeit trainieren.

Insgesamt verbessert man so seine Bewegungsabläufe, kann sich näher mit Kombinationstechniken auseinandersetzen und man wird einfach explosiver. Und Schnelligkeit ist nie verkehrt. Oft sogar kampfentscheidend.

Kleiner Tipp für das Training:

Um die eigenen Hände zu schützen, sollte man passende Schutzkleidung tragen. Damit sind zum Beispiel Box-, Quarz, oder auch MMA-Handschuhe gemeint.

Waffen – ja oder nein?

Wer möchte, kann auch mit Waffen hantieren. Ein Wanddummy verkraftet Schläge wie z. B. mit einem gepolsterten Tonfa, solange man es mit der Kraft nicht vollends übertreibt. Wir sprechen hier aus langjähriger Erfahrung.

Des Weiteren kann man zum Training einen ausgeschalteten Elektroschocker verwenden oder man kann auf einen Sicherheitsschirm zurückgreifen.

Was unser stiller Freund aber gar nicht mag, sind spitze Waffen wie ein Kubotan oder Tactical Pen. Hiermit sollte man also besser nicht üben. Gilt übriges auch für die Spitze eines Sicherheitsschirmes!

Worauf sollte man beim Kauf achten?

shopping

Zum Glück muss man hier nicht auf allzu viele Sachen Acht geben. Die Qualität der meisten Wanddummys kann man als sehr gut betiteln. Da sich die Hersteller mit Produktbeschreibungen sehr zurückhalten, muss man auf die vielen Produktrezessionen im Internet zurückgreifen.

Grundsätzlich sollte man darauf schauen, was Kunden über den Torso sowie den Kopf sagen. Fühlen sich beide Teile realistisch an? Sind sie zu weich oder gar zu hart? Und was sagen Kunden über die Langlebigkeit. Gibt es schon nach kurzer Zeit die ersten Verschleißerscheinungen?

Zu guter Letzt schadet auch ein Blick auf die Versandkosten nicht. Immer wieder kommt es vor, dass man hier böse überrascht wird. Nicht selten wird der Preis enorm in die Höhe getrieben.

Viel mehr gibt es beim Kauf nicht zu beachten. Man sollte sich lediglich noch Gedanken über die Anbringung und die damit verbunden Dinge machen. Mehr dazu im nächsten Teil dieses Ratgebers.

Wie wird so ein Wanddummy angebracht?

Die Anbringung an sich ist für den geübten Handwerker alles andere als schwierig. Man benötigt eine Schlagbohrmaschine samt passenden Bohrer, einen Bleistift, passende Dübel und schon kann es losgehen.

Ein Meterstab ist auch nicht verkehrt. Weder darf der Dummy zu hoch, noch zu niedrig hängen. Eine gute Empfehlung ist die Augenhöhe. Wenn man selbst etwas kleiner ist, kann man den Wanddummy ein paar Zentimeter höher anbringen. Das macht das Trainieren nur realistischer.

Ein paar Gedanken muss man sich machen:

Selbstverteidigung-Fehler

Man sollte sich vor dem Kauf aber bewusst machen, dass man zur Montage mehrere Löcher in die bohren muss. Ein Blick in den Mietvertrag ist daher sicherlich keine falsche Idee.

Bei porösem Mauerwerk wie z. B. in Altbauten können die Löcher zudem mit der Zeit und vielen Schlägen ausleiern. Daher sollte die Wand äußerst massiv und widerstandsfähig sein. Und Trockenbauwände eignen sich natürlich nicht für die Anbringung. Über die Qualität des Mauerwerks sollte man sich also vor dem Wanddummy kaufen Gedanken machen. Wichtiger Tipp!

Was viele außerdem auch nicht bedenken ist folgendes: Nach der Demontage muss man die zahlreichen Löcher wieder verschließen und es kann zu einem Abdruck an der Wand kommen. Beides lässt sich leicht beheben, man sollte sich dem aber bewusst sein.

Kleiner Tipp zum Schluss:

Die Auswahl an Wand-Dummys ist leider klein. Möchtest du dich eher mit boxen als Selbstverteidigung beschäftigen, kannst du dir Wandschlagpolster einmal genauer anschauen. Die Auswahl an Produkten ist in diesem Bereich bedeutend größer.
Über Fabian Wüst, Coach & Berufswaffenträger 72 Artikel
Er ist erfolgreicher Trainer in Sachen Selbstverteidigung und sammelte wichtige Erfahrungen als Geldtransporterfahrer, Bahnschutzmitarbeiter und Objektschützer für das Militär. Auf dieser Webseite teilt er sein erlangtes Know How mit dir. Sein Motto lautet: Schütze Dich und Deine Liebsten.