WenDo sorgt für mehr Selbstsicherheit bei Frauen & Mädchen!

Wendo

WenDo soll Mädchen und Frauen in den Lebensbereichen stärken, in denen sie eine Grenzverletzung erfahren könnten. Die Lebensbereiche können im Alltag, im Beruf, in der Familie, im Bekanntenkreis oder auf der Straße. Es gibt viele unterschiedliche Frauen und Mädels, deren Alltag komplett unterschiedlich ist und damit auch die Art, wie die Grenzen behauptet werden.

Bei WenDo lernt die Schülerin die Selbstbehauptung und die Selbstverteidigung mit der eigenen Stimme, dem Blick und dem Körper. Es handelt sich bei WenDo nicht um eine Selbstverteidigung im herkömmlichen Sinne.

Auch das Lernen dieses Selbstverteidigungssystems in einer Gruppe von Frauen kann den Schülerinnen enormen Aufschwung geben. Die Wahrnehmung wird geschult und jede Schülerin soll ihre Art finden, sich abzugrenzen und zu schützen.

Diese Kampfkunst soll den Schülerinnen helfen ihr Leben selbstbewusst und selbstbestimmt in die eigenen Hände zu nehmen. WenDo ist für alle Frauen und Mädchen geeignet, egal wie alt sie sind, welche körperlichen Fähigkeiten vorliegen, wo sie herkommen und wen sie lieben.

Warum dem so ist, wie diese Kampfkunst entstanden ist und vieles mehr, verraten wir dir im Folgenden. Außerdem findest du am Ende noch ein kleines FAQ mit den Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen. Das Lesen lohnt sich also!

Grundlagen:Die Kurse richten sich ausschließlich an Frauen und Mädchen. Die Schwerpunkte sind Selbstverteidigung und Selbstbehauptung. Allerdings handelt es sich um keine Kampfkunst, sondern um ein SV-System.
Entstehung:Entwickelte wurde Wendo vom Ehepaar Anne und Dr. Ned Paige in Toronto.
Techniken:Tritte, Schläge & Griffe
Trainingsinhalte:Rollenspiele, Wahrnehmungsübungen, Stufen der Gewalt, Körpersprache & Kampftechniken für Frauen.
Besonderheiten:Spezielle Kurse für verschiedene Gruppen, starker Fokus auf Gewaltprävention, patriarchalen Machtverhältnissen sowie erlernten Opferhaltungen.

Was ist Wendo?

Hierbei handelt es sich um eine Selbstbehauptung und Selbstverteidigung für Mädchen und Frauen. WenDo wurde in den 70er-Jahren entwickelt. Man lernt mit Rollenspielen, Übungen zur Wahrnehmung und effektiven Techniken. Dabei liegt der Schwerpunkt auf Prävention gegen Gewalt. Es wird vermittelt an Schulen, in Frauenberatungsstellen, in der Behindertenhilfe und in Jugendhäusern.

Wendo bringt Frauen und Mädchen bei, aus ihrer Opferrolle auszubrechen und ihre Schwäche und Ohnmacht in Stärke zu verwandeln. Es wird besprochen, wo die Kursteilnehmerinnen Ängste erlebt haben und was eine gute Gegenstrategie ist. Dazu gibt es juristische Informationen als Ergänzung.

Die Kampfkunst ist ausschließlich für Frauen entwickelt worden und wird nur von Frauen an Frauen weitergegeben. WenDo steigert die Lebensqualität, indem es den Selbstwert und die Selbstsicherheit steigert. Damit muss Frau keinen Umweg mehr machen, um einen Ort, der ihr Angstgefühle bereitet zu umgehen.

Gut zu wissen:
Es gibt spezielle Kurse, die sich an besondere Gruppen richten, beispielsweise eingeschränkt durch Alter oder Beruf, wie Alter von zehn bis 14 oder Lehrerinnen, Taxifahrerin und so weiter. So lernt wirklich jede Frau, wie sich gekonnt verteidigen kann.

Welche Stufen der Gewalt gibt es bei Wendo?

WenDo setzt den Begriff Gewalt recht weit an. Die meisten Punkte würde man im ersten Blick wohl nicht als Gewalt einstufen. Es gibt aber viele Sachen, die für den einen nicht schlimm sind, den anderen allerdings verängstigen.

Viele Punkte aus der Liste müssen auch einfach nicht sein. Mädchen und Frauen sind in ihrem täglichen Leben vielen Angriffen ausgesetzt, egal ob innerhalb ihrer Familie, im Beruf oder einfach unterwegs im Alltag.

  • Angemacht werden
  • Anzügliche Witze
  • Dumme Sprüche
  • Angestarrt werden
  • Sich hilflos fühlen, wenn Grenzen überschritten werden
  • Sich nicht trauen, Grenzen zu definieren
  • Sich nicht trauen „nein“ zu sagen
  • Sich nicht ernst genommen fühlen
  • Mobbing, wo auch immer
  • Gewalt in der häuslichen Umgebung
  • körperliche Angriffe jeglicher Art
  • Vergewaltigungen
Gut zu wissen:
Es muss nicht immer eine körperliche Verteidigung sein! Wie die Liste deutlich zeigt, benötigt die Frau oder das Mädchen keine körperliche Überlegenheit, um einige der Punkte abzuwehren.

Daher nimmt die körperliche Verteidigung auch nur einen kleinen Platz im WenDo ein. Je besser man die nicht körperliche Verteidigung beherrscht, desto weniger läuft man Gefahr, sich körperlich wehren zu müssen.

Wie und was wird trainiert?

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WenDo setzt seinen Schwerpunkt auf die Selbstbehauptung und das Selbstbewusstsein. Je selbstbewusster eine Frau ist und besser ihre Selbstbehauptung ist, desto weniger kommt eine Frau in die Lage, dass sie sich körperlich wehren muss.

WenDo trainiert die Wahrnehmung:

Der beste Weg einer Gefahr vorzubeugen ist, eine mögliche Gefahr rechtzeitig zu erkennen. Die Frau muss lernen, auf ihr Gefühl zu achten. Warum fühlt sie sich gerade unwohl? Sie muss lernen eine Situation angemessen einzuschätzen.

Wie gefährlich könnte die Situation werden? Was kann getan werden? Wo liegen die Grenzen? Eine Frau hat meistens weniger Körperkraft und ist in diesem Punkt unterlegen. Diese körperliche Unterlegenheit muss eine Frau mit Entschlossenheit und Aufmerksamkeit ausgleichen. Man kann eine gewalttätige Situation nur ändern, wenn man sie erkennt.

WenDo trainiert die Körpersprache:

Die Körpersprache verrät viel über die aktuelle Gefühlslage. Die Körpersprache kann darüber entscheiden, ob ein anzüglicher Spruch kommt oder nicht. Außerdem signalisiert die Körpersprache, hier kommt kein Opfer. Die richtige Körpersprache hält schon viele von einer Belästigung ab. Diese Körpersprache kann man lernen.

WenDo trainiert die Stimme und die Atmung:

Auch die Stimme und die Atmung sind wichtige Punkte in der Ausstrahlung. Eine zittrige, schwache Stimmung und eine schnelle Atmung, laden geradezu zu einer Belästigung ein. Eine kräftige Stimme, ein deutliches Nein oder ein lauter Schrei können wunder bewirken und werden im Training beim WenDo geübt. Es muss alles zusammenpassen, damit Frau nicht als Opfer wahrgenommen wird.

Übungen zur Solidarität:

Hilfe holen, ist gar nicht so einfach. Andere Menschen um Hilfe bitten kostet Überwindung und soll von Erfolg gekrönt werden. Eine wichtige Übung, die man gut trainieren sollte.

Nicht zu unterschätzen: Gespräche und Diskussionen:

Es ist wichtig, dass die Teilnehmerinnen sich über ihre Erfahrungen mit Gewalt und ihren Ängsten austauschen können. Wenn darüber gesprochen wird, was jene in der Situation hätte machen können, haben alle Beteiligten etwas davon.

Unverzichtbar, die Rollenspiele:

Rollenspiele sind wichtig. In einem Rollenspiel kann die Teilnehmerin ihre Erfahrung einbringen. Sie kann ihre Angst oder Ängste durchspielen. Das hilft der Teilnehmerin, die es erlebt hat bei der Verarbeitung. Von den Lösungsansätzen, wie sie hätte reagieren können, haben alle Teilnehmerinnen etwas.

Alle lernen neue Strategien zur Selbstbehauptung. Besprochene Strategien können dann direkt in einem weiteren Rollenspiel ausprobiert werden.

Wichtig für die Selbsterfahrung, die Bewegungsspiele:

Nichts stärkt das Selbstbewusstsein mehr, wie das Erleben der eigenen Kraft. Die eigene Kraft kann in den Bewegungsspielen erlebt werden. Dafür müssen die Teilnehmerinnen nicht sportlich sein.

Gut zu wissen:
Zu WenDo gibt es keine Alternativen. Die Idee sowie die Umsetzung sind noch immer einzigartig. Außerdem wird das Selbstbewusstsein jeder Frau verbessert, wenn sie eine Kampfsportart beherrscht. Da alle Techniken auf Frauen und deren Bedürfnisse zugeschnitten sind, ist der Lernerfolg schon fast garantiert.

Was sollte man noch wissen?

FAQ

Ab und an erreichen uns Fragen rund um dieses Selbstverteidigungssystem für Frauen. Daher haben wir uns hingesetzt und einen kleinen Frage-Antwort-Bereich erstellt. So bekommst du noch mehr wertvolle Informationen rund um diese faszinierende Kampfkunst.

Wie entstand WenDo?

Die Kampfkunst wurde 1964 wahrscheinlich in Toronto entwickelt. Erfinden waren das Ehepaar Anne und Dr. Ned Paige. Ende der 70er-Jahre erreichte WenDo Deutschland und wurde im Rahmen der Frauen- und Lesbenbewegung weiterentwickelt.

Die Kampfkunst wurde speziell für Frauen entwickelt. Es arbeitet umfassend und setzt schon bei den Alltagssituationen ein, noch ehe es zu körperlichen Auseinandersetzungen kommt.

Welche Techniken werden trainiert?

Auf der reinen körperliche Verteidigung liegt beim WenDo nur ein kleines Augenmerk. Wie bereits erwähnt, liegt der Schwerpunkt auf der Weiterentwicklung des Verhaltens der Teilnehmerinnen. Manchmal reicht das körperliche Auftreten nicht.

Deswegen wird auch die körperliche Konfrontation geübt. Die Techniken sind leicht zu lernen. Es sind böse gesagt, kleine schmutzige Tricks mit einer enormen Auswirkung. Es gibt ein paar Tritte und Schläge.

Zudem existieren auch einige Griffe, die bei der Befreiung vom Gegner helfen. Ein paar Techniken finden am Boden statt. Eine Frau oder ein Mädchen muss nicht sportlich sein, um diese Techniken erlernen zu können.

Können behinderte Frauen und Mädchen WenDo erlernen?

Dies kann man mit einem eindeutigen „Ja“ beantworten. Bei dieser Kampfkunst wird die Verteidigung auch für Behinderte gelehrt. Dabei finden sich bei WenDo alle Arten der Behinderung.

Es gibt Stile für blinde oder sehbehinderte Frauen, für Frauen mit körperlichen Einschränkungen oder für Frauen mit geistigen Einschränkungen. Je nach Behinderung lernen die Frauen, wie sie ihren Rollstuhl, ihren Gehstock, ihre Gehhilfe oder ihren Blindenstock als Waffe eingesetzt werden können.

Reicht ein Wochenendkurs, um sich verteidigen zu können?

Ein Wochenendkurs gibt einer Frau oder einem Mädchen bereits einen guten Einblick in die Anwendung der Kampfkunst. Es hilft bestimmt weiter. Es handelt sich aber um ein Gebiet, wo Änderungen nicht so einfach sind.

Um mehr davon zu haben und das Erlernte zu erneuern, sollten mehrere Kurse besucht werden. Vielleicht auch mal ein Kurs mit einem Schwerpunkt.

Woraus setzt sich der Name Wendo zusammen?

Es gibt zwei Bedeutungen für den Namen WenDo.
1. „Wen“ als Abkürzung für Women, die englische Bezeichnung für Frauen und „Do“ das japanische Wort für Weg. Dieses Do ist auch bei anderen Kampfsportarten zu finden, wie Kyudo oder Aikido.
2. „WenDo“ als Kurzform für „Women do it“, das ist englisch und bedeutet im Deutschen „Frauen tun es“.

Wie kann man Wendotrainer werden?

Grundsätzlich kann nur eine Frau eine WenDo-Trainerin werden. Die Ausbildung zur WenDo-Trainerin dauert drei Jahre. Im ersten Weiterbildungsjahr geht es um die Grundprinzipien. Es wird sich mit dem Thema Gewalt auseinandergesetzt.

Die Themen des ersten Weiterbildungsjahres sind: Grundlagen feministischer Wertschätzung und Parteilichkeit, Aufbau von Seminaren, das Führen von Gruppen, Theorie und Praxis zum Thema Grenzverletzung, Umgang mit Angst und Panik, weibliche Körperbilder, Fremd- und Selbstbild und Abwehrtechniken, Schlag- und Tritttechniken.

2. Weiterbildungsjahr: Die Themen des ersten Jahres werden vertieft. Außerdem geht es um: verschiedene Methoden der Krisenintervention und Gesprächsführung, Formen und Auswirkung sexueller Gewalt, Deeskalation, Konfliktmanagement und WenDo als Prävention.

3. Weiterbildungsjahr: Die angehende Trainerin beginnt erste Kurse als Co-Trainerin. Hier folgen noch die Themen: Rolle der Kursleitung, Wege in die Praxis, Supervision, Vernetzung, BV Fest und die Abschlussarbeit.

Über Fabian Wüst, Coach & Berufswaffenträger 100 Artikel
Er ist erfolgreicher Trainer in Sachen Selbstverteidigung und sammelte wichtige Erfahrungen als Geldtransporterfahrer, Bahnschutzmitarbeiter und Objektschützer für das Militär. Auf dieser Webseite teilt er sein erlangtes Know How mit dir. Sein Motto lautet: Schütze Dich und Deine Liebsten.